Baustelle

Auch Silvester wird gebaut

Bergedorf (knm). Trotz hartem Boden, eisiger Luft, frierenden Füßen und Fingern wird auf dem Gelände des ehemaligen Busbahnhofs wacker malocht. Der Bergedorfer Bahnhofseingang soll schließlich nach einer Verzögerung von etwa zwei Wochen am 5. Januar um 5 Uhr in der Frühe wieder geöffnet werden.

"Der Zugang wird dann barrierefrei möglich sein", sagt Henning Ario, Projektleiter bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Eine Erdrampe, die mit dem Deckmaterial Glensander befestigt wird, führt vom Weidenbaumsweg Richtung Eingang. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage arbeiten derzeit täglich von 7.30 bis 20 Uhr drei bis vier Mann auf der Baustelle. Eine Raupe, eine Walze sowie drei Bagger für Abriss und Aufbau sind im Einsatz, holen den letzten Stahlbeton des alten Fundaments aus dem Boden. Ende Januar soll das Baufeld komplett freigeräumt sein. Dann kommt der erste Pfahl für die Gründung des neuen ZOB-Gebäudes neben dem Personentunnel in die Erde. Für die Gründungsarbeiten muss auch die Zugangsrampe noch einmal verlegt werden. In dieser Zeit wird der Bahnhofseingang erneut gesperrt.

"Überraschungen im Bau gibt's immer", begründet VHH-Teilprojektleiter Martin Peter Müller den Verzug im Zeitplan. Die alten Pläne seien nicht komplett identisch mit dem, was die Arbeiter im Boden vorgefunden haben. Erstaunt waren sie über die Massivität des Fundaments: "Die Wände hatten zum Teil einen Durchmesser von 1,30 Metern und viel Bewehrung im Beton", erläutert Müller. "Fast wie ein Bunkergewölbe." Zudem könne aus Rücksicht auf die Anlieger gerade am Abend nicht mehr mit voller Energie Beton gestemmt werden. Dass die Kälte zu neuen Verzögerungen führen könnte, glaubt Müller nicht. "Wir müssen die Arbeiten erst einstellen, wenn der Frost 30 Zentimeter in den Boden gezogen ist. Dafür muss es schon etwa fünf Tage richtig frieren."

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