Erwerbslose

Arbeitsmarkt trotzt der Wirtschaftskrise

Bergedorf (he). Bankenkrise und drohende Wirtschaftsflaute haben Bergedorfs Arbeitsmarkt noch nicht erreicht - im Gegenteil: Im November ist die Erwerbslosenquote weiter gesunken, sie beträgt nach 7,2 Prozent im Oktober nun sieben Prozent (4410 Personen), liegt damit um 0,6 Punkte (329) niedriger als vor einem Jahr.

"Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf den hiesigen Arbeitsmarkt sind bislang nicht festzustellen", sagt Ulf Fock, Chef der Arbeitsagentur Bergedorf. Die Erwerbslosenzahlen werden jedoch steigen, neben der üblichen Saison-Entwicklung im Winterhalbjahr mehrten sich Signale aus den Betrieben. Das gilt auch für Anfragen zu den Bedingungen für Kurzarbeit.

Auch Rolf Steil, Chef der Agentur für Arbeit Hamburg, setzt darauf, dass die Firmen ihre Mitarbeiter in der Flaute halten: "Trotz Wirtschaftskrise halten die Engpässe bei Facharbeitern und Ingenieuren an."

In Bergedorf geht die Schere derweil auseinander: Während die Zahl älterer Arbeitsloser im November leicht gestiegen ist, verzeichnet die Statistik einen deutlichen Rückgang bei jungen Erwerblosen (-17,6 %) und Langzeitarbeitslosen (-17,7 %).

Gesucht werden Büro- und Speditionskaufleute, Verkäufer im Einzelhandel aber auch Fach- und Hilfskräfte in den Bereichen Floristik, Elektro- und Anlagentechnik und Friseurhandwerk. Auch für Berufskraftfahrer wie in der ambulanten Pflege sind Stellen frei.

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