Edith-Stein-Platz

Bunte Inseln im Häuser-Meer

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Kim Nadine Meyer

Welche Assoziationen kommen bei dem Wort Insel? Hohe Palmen, ganz viel Sand und noch mehr blaues Salzwasser? Die Eilande, die seit heute den Edith-Stein-Platz an der S-Bahn-Station Nettelnburg zieren, haben mit ihren Namensvettern in der Südsee oder im Mittelmeer wenig gemeinsam.

Sie sind aus Beton, bunt bemalt, von unten beleuchtet, zum Teil bepflanzt oder mit Bänken und Spielgeräten ausgestattet. Obwohl die kreisrunden Plattformen wohl nicht mit beliebten Urlaubszielen konkurrieren können, erhöhen sie doch den Freizeitwert des knapp 20 Jahre alten Platzes, sollen Anlaufpunkte sein, um Freunde zu treffen, auszuruhen, zu spielen, zu klönen. Heute wird der Platz feierlich eingeweiht.

"Natürlich löst die Umgestaltung hier nicht alle Probleme, bietet aber einen schönen neuen Eingang in den Stadtteil", sagt Dr. Christoph Krupp. Der Bezirksamtsleiter spricht heute um 16.30 Uhr zur Wiedereröffnung des Platzes, den schon seit Monaten ein Bauzaun umgibt. Außerdem spielt der Spielmannszug SC Wentorf. Es gibt heiße Getränke und für Kinder ein Eis. Zudem erzählen Mitarbeiter der neuen Neuallermöher Spielscheune geheimnisvolle Geschichten über Farbe und Licht.

Denn diese beiden Komponenten haben bei der Verzierung des Platzes eine zentrale Rolle gespielt. "Bepflanzte Inseln sorgen für mehr Grün, Licht für mehr Sicherheit, Farbe für mehr Freude" - so lautet die Philosophie für den Edith-Stein-Platz. Dabei arbeiteten der Bezirk und die Gestalter von Hunck + Lorenz Freiraumplanung eng mit Anwohnern, Schülern und Kita-Kindern zusammen. "Wir haben uns auch andere vergleichbare Plätze in Hamburg angesehen", sagt Krupp. So entstand das Konzept der Inseln, die im Häuser-Meer Freizeit- und schlicht Aufenthaltsorte sein sollen, ohne dabei Wege- und Radverbindungen zu behindern.

Finanziert wurde die Umgestaltung auf Beschluss der Bezirksversammlung vor eineinhalb Jahren mit 300 000 Euro aus dem Sonderinvestitionsfonds. Das Konzept wurde vor einem halben Jahr bestätigt und anschließend umgesetzt. Krupp: "Wir möchten einfach, dass jemand, der in Neuallermöhe lebt und am Nettelnburger Bahnhof Besuch empfängt, diesem gern seinen Stadtteil präsentiert und sagt: 'Hier bin ich zu Hause'."

Und - wer weiß - vielleicht kommt im Sommer auf den Inseln unter grünen Laubbäumen und mit einem Eis in der Hand sogar ein bisschen Urlaubs-Gefühl auf.

"Natürlich löst die Umgestaltung nicht alle Probleme, bietet aber einen schönen neuen Eingang in den Stadtteil."

Bezirksamtsleiter Christoph Krupp

www.edith-stein-platz.de

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