Wohnungsbrand

Künstliche Beatmung nach St.-Pauli-Spiel

Eigentlich wollte Egon Burmester nur eine Suppe kochen und gemütlich das Fußballspiel St. Pauli gegen Freiburg (0:2) im Fernsehen schauen.

Doch über das rollende Leder vergaß der 83-Jährige gegen 21.45 Uhr den Topf auf dem Herd in der Küche. Erst als stechender Qualm durch die Wohnung zog und aus dem Topf bereits eine Flamme züngelte, bemerkte der Rentner das Desaster, riss Fenster und Tür auf. Ein Nachbar rief die Feuerwehr.

Weil die Meldung einging: "Feuer mit Menschenleben in Gefahr", rückten die Berufsfeuerwehr Bergedorf sowie die Freiwilligen Wehren aus Lohbrügge und Bergedorf mit etwa 30 Mann aus. Schnell gab es jedoch Entwarnung: Das Feuer auf dem Herd konnte mit kleinem Gerät gelöscht werden. Egon Burmester erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und kam mit dem Rettungswagen ins Bergedorfer Klinikum, wo er über Nacht bleiben musste. Genauso wie ihr Herrchen atmete die Rauhaardackeldame Merle (10) zu viel Rauchgas ein und musste vor Ort mit Sauerstoff behandelt werden.

Der Einsatz dauerte bis 22.16 Uhr. Die Lohbrügger Landstraße musste während der Löscharbeiten teils gesperrt werden.

( (knm). )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Bergedorf