Kunstprojekt

Wenn Kaiser Wilhelm zum Kunstobjekt wird

Dass Wilhelm I. plötzlich anfängt zu sprechen, hat einige Passanten im Schlosspark deutlich irritiert.

Blickt der erste deutsche Kaiser doch sonst meist gütig vom Sockel auf die Straße, anstatt mit lautem Getöse auf sich aufmerksam zu machen. "Selbstredend" hieß die Audio-Installation des Künstlers Johannes Zech, die im diesjährigen Juli durch das Abspielen von Tonaufnahmen das Kaiser-Wilhelm-Denkmal zum Leben erweckte.

"Selbstredend" war eine der insgesamt zwölf künstlerischen Auseinandersetzungen mit den Denkmälern, Skulpturen und anderen Örtlichkeiten des Schlossparks. Unter dem Motto "Going public" verwandelten die Künstler auch den Pavillon auf der Schlosswiese, die Rollschuhbahn oder das Bismarck-Denkmal in ungewöhnliche Orte. Die Ergebnisse des Kunstprojekts zeigt nun ein Katalog, der mit Fotos und Interviews das Projekt greifbar macht. In den Buchhandlungen Heymann, Boeisen und Sachsentor liegen die schmalen Bücher aus. "Wir haben eine Auflage von 250 Stück drucken lassen", sagt "Going-Public"-Initiatorin Christiane Lüdtke. Für acht Euro können Kunst- und Bergedorf-Interessierte das Werk erwerben.

( (pcs). )

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