Bildung

Politik-Unterricht mit dem Geist der Alt-68er

Im Bundestag die Große Koalition, geführt von der CDU, und in der Bevölkerung reichlich Ärger über deren Politik: Das klingt wie die Beschreibung unserer heutigen Verhältnisse. Doch gemeint ist die Zeit vor 40 Jahren.

Und damals fiel die Reaktion etwas heftiger aus: 1968 liefen die Studenten Sturm gegen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, die Verdrängung der Nazi-Vergangenheit Deutschlands und den Vietnam-Krieg. Aus ihren Reihen entstand damals die APO (Außerparlamentarische Opposition), eine Bewegung vornehmlich junger Menschen, die immer wieder durch spektakuläre und meist provokante Aktionen auf sich und ihre Kritikpunkte aufmerksam machte.

"Was kann die heutige Studenten-Generation von den Alt-68ern lernen?", ist die Frage, die Schüler der Gesamtschule Bergedorf (GSB) am morgigen Donnerstag, 13. November, um 19.30 Uhr im KulturForum an der Serrahnstraße 1 stellen. Gäste sind drei Bergedorfer APO-Aktivisten von damals: Sigrid und Hinrich Genth sowie der ehemalige Museumsleiter Alfred Dreckmann. Mit ihnen werden die Schüler des Leistungskurses Politik unter der Leitung ihres Lehrers Bernhard Nette sprechen. Aber auch alle anderen GSB-Schüler sowie weitere interessierte Bergedorfer sind eingeladen, mit zu diskutieren.

Ziel des Abends ist die Aufarbeitung der zahlreichen APO-Aktionen. Beliebtes Mittel waren kurzfristige Besetzungen ("Go-in") von meinungsmachenden Institutionen, darunter auch dem Büro des Chefredakteurs der Bergedorfer Zeitung.

( (upb). )

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