Kalender aus Altengamme

Mit maritimen Postkarten-Motiven durch das neue Jahr

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Künstlerin Imke Hahn arbeitet in ihrem Altengammer Atelier an ihrem „nordischen Kram“, den sie unter der Marke „Hahn über Bord“ vertreibt.

Künstlerin Imke Hahn arbeitet in ihrem Altengammer Atelier an ihrem „nordischen Kram“, den sie unter der Marke „Hahn über Bord“ vertreibt.

Foto: Hahn über Bord

Anker, Muscheln, Fische: Wer einen besonderen Kalender sucht, wird bei Grafikdesignerin Imke Hahn aus Altengamme fündig.

Altengamme.  Das neue Jahr beginnt bei Imke Hahn mit einem Blauwal. Die Künstlerin aus Altengamme hat für 2023 einen Postkarten-Kalender zusammengestellt und für den Januar den gigantischen Meeressäuger als Motiv auserkoren. In den elf weiteren Monaten folgen Anker, Muscheln, Fische oder auch ein Leuchtturm. Alles maritime Motive, die die 30-Jährige im Laufe der vergangenen Monate geschaffen hat.

Kalender aus Altengamme mit „nordischem Kram“

Der Kalender ist das neueste Werk in der mittlerweile stark angewachsenen Produktpalette der Vierländerin. Neben dem Kalender zieren ihre Motive auch T-Shirts, Pullover und Kissen, Beutel, Taschen, Becher, Magnete, Untersetzer oder Schlüsselbretter. Auch ein Kinderbuch, in der Möwe Olaf sich aus Hamburg auf den Weg ans Meer macht und dabei viele weitere „Küstenkumpels“ wie Seehund Matti oder Walross Knut trifft, hat Imke Hahn vor einem Jahr veröffentlicht. Die erste Auflage von 750 Stück ist mittlerweile fast ausverkauft, berichtet die Grafikdesignerin, die im Frühjahr 2020 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und sich seitdem in ihrer Wohnung und Atelier neben der Borghoster Mühle ihrer Kunst widmet.

Neben dem eigenen Shop im Internet (www.hahnueberbord.de) gibt es das Kinderbuch auch im Kreativkaufhaus „All my friends“ in der Schanze, in der Bücherhandlung Bücherwurm in Wentorf, in der Sachsentorbuchhandlung in der Bergedorfer City sowie der Buchhandlung Heymann im CCB zu kaufen. Dort lief der Verkauf besonders gut, berichtet Imke Hahn. Denn die Mitarbeiter stecken dort persönliche Empfehlungen an die Bücher. Und Mitarbeiter Olaf legte den Kunden Imke Hahns Geschichte mit seinem gefiederten Namensvetter als Protagonisten ans Herz. „Das hat mich total gefreut“, sagt Imke Hahn.

Gemütlicher Leseabend für Kinder in der Haspa Curslack

Am 14. Dezember gibt es nun auch die Gelegenheit, das Abenteuer von Olaf gemeinsam mit seiner Schöpferin zu erleben: Dann ist Imke Hahn für einen Vorleseabend zu Gast in der Haspa Curslack (Curslacker Deich 175). 10 bis 15 Kinder können dabei sein, wenn die Künstlerin von 17 Uhr an aus dem Buch vorliest, auch Bilder und Geräusche sollen dabei zum Einsatz kommen, verrät die 30-Jährige.

„Es soll richtig gemütlich werden“, sagt Imke Hahn. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Voranmeldung ist erforderlich per E-Mail an Imke Hahn (hallo@imkehahn.de) oder Corinna Mönke, stellvertretende Haspa Filialleiterin (corinna.moenke@haspa.de). Die Geschichte von Möwe Olaf soll künftig nicht nur eine zweite Auflage, sondern auch eine Fortsetzung bekommen: „Einen zweiten Teil habe ich mir für das nächste Jahr fest vorgenommen“, sagt Imke Hahn.

Neben dem Verkauf der Artikel mit ihren maritimen Motiven stellen Auftragsarbeiten etwa 70 Prozent ihrer Einnahmen dar, erklärt die Vierländerin. Auch dabei überwiegen nordische und maritime Motive, aber auch Tierporträts oder Lieblingsurlaubstorte sind mal dabei, berichtet Imke Hahn. Nachdem sie früher häufig bis zu 40 Aufträge vor sich herschob, hat sie in diesem Jahr ein Online-Auftragsbuch eingeführt. „Es soll keine Fließbandarbeit werden“, betont Imke Hahn. Nun vergibt sie zeitgleich bis zu zehn Aufträge, die sie dann in Ruhe abarbeitet. Kunden können online einsehen, ob noch ein Platz frei ist und diesen gegebenenfalls buchen.

Marktstände im Haus Anna Elbe und am Millerntor

Ebenso versuchte Imke Hahn dieses Jahr erstmals, ihre künstlerischen Fertigkeiten auch anderen Menschen beizubringen: Ob im Einzelunterricht (3 Stunden) oder für Gruppen ab drei Personen (4 Stunden) werden die Grundlagen der Aquarellmalerei vermittelt und dann Schritt für Schritt ein eigenes Bild gemalt. „Ich war gespannt, ob ich das überhaupt kann, aber das Feedback war durchweg positiv“, berichtet die 30-Jährige.

Die Kurse sollen allerdings kein regelmäßiger Termin werden, sondern hin und wieder Abwechslung in ihr kreatives leben bringen, erklärt Imke Hahn, die bis Weihnachten ihren „nordischen Kram“ noch auf zwei Märkten präsentiert: Am 26. und 27. November, jeweils 9 bis 18 Uhr, auf dem Waldhütten-Weihnachtsmarkt vom Haus Anna Elbe (Altengammer Hauptdeich 82) sowie am Sonnabend, 10. Dezember, 12 bis 20 Uhr, und Sonntag, 11. Dezember, 11 bis 18 Uhr, auf der Messe „Made in Hamburg“ im Ballsaal auf der Haupttribüne vom Millerntorstadion des FC St. Pauli (Harald-Stender-Platz 1).

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