Hamburg (dpa/lno). Geschichtsunterricht einmal anders: Im Auswanderermuseum BallinStadt in Hamburg werden bedeutende Proteste und Revolutionen mit Playmobil-Figuren nachgestellt.

Der Mauerfall, der Arabische Frühling oder die Frauenproteste im Iran: Das Auswanderermuseum BallinStadt in Hamburg zeigt vom 12. Juni bis 31. Oktober auf rund 200 Quadratmetern die Playmobil-Sonderausstellung „Szenen des Protests und Aufstands“. Rund ein Dutzend Dioramen mit den beliebten Spielfiguren lassen die Besuchenden in die Geschichte eintauchen, teilte das Museum am Dienstag mit. Das zentrale Exponat zeigt unter anderem den Mauerfall und die vorangegangenen Montagsdemonstrationen 1989. Das Diorama wurde vom Playmobil-Künstler und Historiker Robert Packeiser gebaut, der schon zahlreiche Ausstellungen mit Playmobil realisiert hat.

Schwerpunkt der Sonderausstellung sind ausgewählte Proteste und Aufstände gegen autoritäre Herrschaft und Diktaturen im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert, darunter der Prager Frühling 1968, der Arabische Frühling 2010, die Proteste in Kiew 2013 oder die Frauen-Proteste im Iran 2022. „Wir wollen zeigen, dass gesellschaftliche Veränderungen ihr Fundament oft auf einem stetig wachsenden zivilgesellschaftlichen Engagement bauen“, sagte Geschäftsführer Volker Reimers. „Ohne den Mut der Menschen bei den Montagsdemonstrationen 1989 und anderen historischen Ereignissen wäre zum Beispiel der Mauerfall in dieser Form sicherlich nicht möglich gewesen.“