Kiel (dpa/lno). Bis zu 48 Stunden müssten Beschäftigte kommunaler Rettungsdienste pro Woche arbeiten. Zu viel, findet Verdi und ruft zu Kundgebungen in mehreren Städten auf. Auch in Kiel.

Beschäftigte der kommunalen Rettungsdienste haben in Kiel gegen die Arbeitszeit protestiert. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu der Aktion unter dem Motto „Lebensretter in Not“ in mehreren Städten aufgerufen. Rund 30 Teilnehmer - und damit weniger als von der Gewerkschaft erwartet - versammelten sich am Dienstag vor der Niederlassung des Kommunalen Arbeitgeberverbandes in Kiel. In Hannover kamen rund 120 Demonstranten zusammen. Der Gewerkschaft zufolge beträgt die Höchstarbeitszeit für die Beschäftigten im Rettungsdienst 48 Stunden in der Woche. Die Gewerkschaft fordert 42 Stunden.

„Nicht weniger als die Zukunft der Versorgung der Bevölkerung in Notfällen steht auf dem Spiel“, teilte der für die Rettungsdienste in Schleswig-Holstein zuständige Gewerkschaftssekretär Wolfgang Hooke mit. Es seien im Wesentlichen die unverhältnismäßig langen Arbeitszeiten, die das Arbeiten im Rettungsdienst so unattraktiv machen, dass der Berufsstand Notfallsanitäter inzwischen als Mangelberuf angesehen werden müsse.

Hintergrund der Aktion sind Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände in Berlin.