Hamburg (dpa/lno). Aus der Bundesliga nach Dänemark: Maik Machulla tritt am 1. Juli seinen neuen Job bei Aalborg HB an. Der 47-Jährige blickt nicht im Groll zurück, sondern nur nach vorn.

Handball-Trainer Maik Machulla sieht sein Engagement beim dänischen Vizemeister Aalborg HB nicht als Rückschritt in seiner Karriere. „Ganz im Gegenteil“, sagte der 47-Jährige den Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (Donnerstag): „Für mich persönlich und als Trainer ist das eine Riesenchance, neue Erfahrungen in einem neuen Umfeld zu sammeln. Man sollte nicht den Fehler machen, die dänische Liga zu unterschätzen.“

Machulla war im April vergangenen Jahres nach elfjähriger Tätigkeit bei der SG Flensburg-Handewitt freigestellt worden. Anfang März unterschrieb er einen Zweijahresvertrag bei den Aalborgern, die aktuell im Viertelfinale der Champions League stehen. „Der Verein bietet eine beeindruckende Infrastruktur, spielt Champions League, er hat die Perspektive, Titel zu gewinnen“, sagte Machulla, der sein Amt zum 1. Juli antritt.

Die fast einjährige Pause als Trainer hat der zwölfmalige deutsche Nationalspieler genutzt, um seine Akkus wieder aufzuladen: „Ich habe mich emotional und körperlich auf ein Niveau gebracht, mit dem ich mich wieder wohlfühle. Ich hätte schon im Sommer 2023 wieder in der Bundesliga arbeiten können. Aber dafür habe ich mich nicht bereit gefühlt.“

Trotz seiner Freistellung bei der SG, mit der er 2018 und 2019 die deutsche Meisterschaft gewann, hegt Maik Machulla keinen Groll: „Das waren unglaubliche Erfolge und eine große Bestätigung für unsere tägliche Arbeit“, sagte der 47-Jährige und ergänzte: „Für mich war der Job eine Herzensangelegenheit und eine große Herausforderung.“