Kiel (dpa/lno). Millionen Deutsche sind aufgerufen, am 9. Juni ein neues Europaparlament zu wählen. In Schleswig-Holstein werden zahlreiche Wahlhelfer benötigt. Einige Gemeinden suchen nur noch wenige Freiwillige.

Rund zwei Monate vor der Europawahl werden in schleswig-holsteinischen Städten noch zahlreiche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gesucht. Insgesamt würden im nördlichsten Bundesland für den Tag der Wahl rund 21 000 Helfende benötigt, teilte ein Sprecher des Landeswahlleiters mit. Menschen, die sich freiwillig für die Aufgabe melden möchten, könnten sich direkt an die Gemeindebehörden wenden.

Mit Stand Anfang April benötigt Flensburg noch etwa 50 bis 80 weitere Wahlhelfende. Bisher habe es etwa 450 Zusagen gegeben, sagte ein Sprecher der Stadt - mindestens 500 würden gebraucht, weitere 30 als Puffer noch besser. Auch in Neumünster sind die Wahllokale nach Angaben der Stadt bereits gut besetzt. So fehlten nur noch 20 bis 30 Personen von den über 400 erforderlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern.

In der Landeshauptstadt Kiel würden insgesamt 1400 Wahlhelfende benötigt - in Lübeck 1000. Genaue Zahlen zu bereits getätigten Zusagen konnten die beiden Städte nicht geben. Die Aufgaben der Helferinnen und Helfer seien etwa die Wahlberechtigung zu prüfen, die Stimmzettel auszugeben, die Wahlkabinen und -urnen zu beaufsichtigen und die Stimmzettel auszuzählen.

Wer bei einer Wahl hilft, erhält zudem dafür eine Aufwandsentschädigung. Je nach Ort kann der Betrag unterschiedlich sein. So gebe es etwa in Lübeck für Wahlhelfende 50 Euro. In Kiel könne der Betrag hingegen variieren: Für den Einsatz bekämen die Helfenden eine Entschädigung von 50 Euro bei der Urnenwahl, sowie 40 Euro bei der Briefwahl.