Hamburg (dpa/lno). Seit 2004 hat die Hamburger CDU bei jeder Bürgerschaftswahl an Zustimmung verloren. Landeschef Thering will diesen nun Trend brechen und gibt sich kämpferisch.

Hamburgs CDU-Chef Dennis Thering sieht seine Partei knapp ein Jahr vor der Bürgerschaftswahl wieder auf Kurs Richtung Senat. „Wir wollen die Wahl gewinnen“, sagte er am Donnerstag vor einem Landesparteitag zu den Anfang Juni anstehenden Bezirksversammlungswahlen. „Wir gehen als CDU sehr selbstbewusst und mit einem Gestaltungsanspruch in den Wahlkampf.“

Dabei „denke“ seine Partei die Bezirksversammlungswahlen am 9. Juni und die Bürgerschaftswahlen, die voraussichtlich am 2. März 2025 stattfinden werden, zusammen. „Wir sind natürlich jetzt im Wahlkampfmodus und aus diesem Wahlkampfmodus werden wir auch nicht mehr herauskommen“, sagte er.

In einer vom NDR in Auftrag gegebenen Umfrage von Infratest dimap war die CDU Anfang Februar in Hamburg auf 20 Prozent gekommen. „Das ist eine Verdoppelung zu dem, was wir 2020 eingefahren haben“, sagte Tehring und prognostizierte zur Bürgerschaftswahl einen Dreikampf. „Wir sind gleich auf mit den Grünen, aber immer noch einen Ticken hinter der SPD.“ In der Sonntagsfrage war die SPD auf 30 Prozent gekommen, die Grünen auf 21 - beide mit Verlusten.

Thering erinnerte daran, dass die CDU seit dem 47-Prozent-Erfolg von Ole von Beust im Jahr 2004 in Hamburg nur noch verloren habe und bei der letzten Bürgerschaftswahl 2020 mit nur noch 11,2 Prozent „ziemlich abgerauscht“ sei. Diese Zeiten seien vorbei. „Wir wollen den Turnaround schaffen.“

In den Wahlkämpfen stellt die CDU die Themen Sicherheit, Wirtschaft und Verkehr im Mittelpunkt - in den Bezirken und für die Bürgerschaftswahl. Ein entsprechendes Mantelwahlprogramm für alle Bezirke sollte der Landesparteitag am Donnerstagabend im Bürgerhaus Wilhelmsburg verabschieden.