Kiel (dpa/lno). Den Tafeln im Norden fehlt es an Lebensmitteln - gleichzeitig werden sie von immer mehr Menschen genutzt. Nun möchte das Sozialministerium den sozialen Einrichtungen mit Geld weiterhelfen.

Mit einer Million Euro pro Jahr will Schleswig-Holstein künftig die Tafeln im Land unterstützen. „Die Tafeln stehen vor riesigen Herausforderungen“, sagte Sozialministerin Aminata Touré (Grüne) am Dienstag in Kiel. „Die Anzahl der Kundinnen und Kunden steigt in den letzten Jahren immer weiter an, während die Lebensmittelspenden an viele Einrichtungen zurückgehen.“ Daher sollen die Tafeln mit einem Förderprogramm bei den notwendigen Investitionen gefördert werden.

In einer ersten Förderrichtlinie wolle das Land unter anderem den Erhalt und den Ausbau der Logistik sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit von Tafeln mit 500.000 Euro unterstützen. Diese Förderung umfasst laut Sozialministerium dabei sowohl Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen als auch die Anschaffung von Einrichtungs- und Ausrüstungsgegenständen. Antragsberechtigt seien dabei die in Schleswig-Holstein tätigen Tafeln und vergleichbare soziale Einrichtungen, die nicht in Trägerschaft einer Kommune stünden.

Zudem sei eine zweite Förderrichtlinie in Höhe von ebenfalls 500.000 Euro in Arbeit, mit denen strukturelle Maßnahmen gefördert werden sollen. Dazu zählen dem Ministerium zufolge etwa die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher und die Akquise von zusätzlichen Lebensmittelspenden.