Lübeck (dpa/lno). Florian Schnorrenberg bekommt vom Anhang des VfB Lübeck aktuell viel Abneigung gezeigt. Gegen Saarbrücken wird erst ein Banner gegen ihn gehisst, später ein Interview gestört.

Für Trainer Florian Schnorrenberg wird es ungemütlich beim akut abstiegsbedrohten Fußball-Drittligist VfB Lübeck. Fans hatten am Samstag beim 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken ein Banner gegen ihn gezeigt, nach Abpfiff wurde der 46-Jährige beim TV-Interview gestört. „Schnorrenberg, verpiss dich!“ stand auf einem großen Banner, dieselbe Aufforderung wurde dem Trainer im Interview bei Magenta Sport von der Tribüne aus zugerufen.

Schnorrenberg wirkte irritiert und kam ins Stocken. „Das muss ich halt ausblenden“, sagte Schnorrenberg, angesprochen auf das Banner. „Mit dem Plakat komme ich dann klar.“

Für ein Gespräch mit dem Lübecker Anhang zeigte sich Schnorrenberg grundsätzlich bereit: „Ich weiß jetzt nicht, ob ein Austausch möglich ist. Ich bin immer einer, mit dem kann man reden.“

Schnorrenberg war Ende Dezember vergangenen Jahres als Nachfolger von Trainer Lukas Pfeiffer präsentiert worden, hatte zuletzt allerdings mit der Mannschaft drei deutliche Niederlagen kassiert. In Dresden verlor der Aufsteiger mit 2:7, anschließend mit 0:3 gegen Preußen Münster und zuletzt ebenfalls mit 0:3 gegen den Konkurrenten Halleschen FC. Lübeck steht auf Tabellenrang 19.

Nach der Niederlage in Halle hatte Schnorrenberg gesagt: „Keiner rechnet mehr mit irgendwas und vielleicht kann uns das ein wenig helfen, dass wir in den nächsten Partien ohne Druck aufspielen können.“ VfB-Anhänger hatten das als Kapitulation im Abstiegskampf gedeutet.