Gelsenkirchen. Auf Schalke war Zweitliga-Spitzenreiter St. Pauli chancenlos. Das gibt Trainer und Spieler zu denken. Eine Verletzung wiegt schwer.

St.-Pauli-Coach Fabian Hürzeler hat seine Spieler nach der zweiten Saisonniederlage binnen drei Wochen zu mehr Ernsthaftigkeit ermahnt. „Vielleicht fühlt sich der ein oder andere zu sicher und denkt an einen Durchmarsch“, sagte Hürzeler nach dem 1:3 (0:1) am Freitagabend beim FC Schalke 04. Für den Spitzenreiter der zweiten Fußball-Bundesliga war es erst die zweite Niederlage in dieser Saison nach dem 0:1 am 10. Februar in Magdeburg.

Die Art und Weise beim Krisenteam aus Gelsenkirchen passte dem 31-Jährigen, dessen Zukunft angesichts seines auslaufenden Vertrages immer noch nicht geklärt ist, aber überhaupt nicht. „Schalke hat definitiv verdient gewonnen. Sie waren galliger und haben körperbetonter gespielt. Schalke hat einfach Fußball gespielt“, sagte der St.-Pauli-Coach nach dem Spiel, in dem sein Team die meiste Zeit chancenlos war.

„Das war definitiv ein gebrauchter Tag für uns. Schalke war klar überlegen“, gestand auch Offensivspieler Marcel Hartel, der zudem die Flut an Gegentoren zuletzt beklagte. Schon beim 4:3 in der Vorwoche gegen Holstein Kiel hatte der Spitzenreiter drei Gegentore kassiert. „Sechs Stück sind einfach zu viel. Das kann nicht unser Anspruch sein, und das müssen wir klar analysieren“, schimpfte Hartel.

Zu allem Überfluss dürften die Hamburger zumindest kurzfristig auch noch auf Eric Smith verzichten. Der Defensivspieler musste schon nach zwölf Minuten verletzt raus. „Das sieht nicht gut aus bei ihm. Er ist hängen geblieben, da ist irgendwas mit den Adduktoren“, berichtete Hürzeler. „Er ist unser Schlüsselspieler.“

Der 31-Jährige wehrte sich indes dagegen, dass die Hängepartie um seinen Vertrag Auswirkungen auf die Mannschaft habe: „Wir haben bestimmt nicht wegen meines Vertrages verloren.“