Gelsenkirchen. So stark hat man den FC Schalke lange nicht gesehen. Mit viel Leidenschaft ringt das Krisenteam den souveränen Zweitliga-Spitzenreiter nieder. St. Pauli ist dabei chancenlos.

Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli hat beim Krisenteam FC Schalke 04 mit der zweiten Saisonniederlage einen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit 1:3 (0:1) unterlag das Team von Trainer Fabian Hürzeler am Freitagabend beim stark verbesserten Bundesliga-Absteiger verdient.

Vor 61.497 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena trafen zweimal Yusuf Kabadayi (44. Minute/73.) sowie Kenan Karaman (90.+2) für den Revierclub, der sich damit erst einmal etwas von den Abstiegsrängen absetzen konnte. Die lange Zeit chancenlosen Hamburger verkürzten zwischenzeitlich nur dank eines abgefälschten Schusses von Elias Saad (89.).

Der bislang so souveräne Tabellenführer war dabei klar unterlegen, wurde selbst kaum gefährlich und verhinderte nur mit Mühe eine noch höhere Niederlage. Zudem verletzte sich Eric Smith früh und musste bereits in der zwölften Minute ausgewechselt werden.

Der Abstand auf einen Nicht-Aufstiegsrang könnte sich für die Hamburger am Wochenende nun auf sieben Zähler verringern. Die zuvor letzte und erste Niederlage in dieser Saison hatte St. Pauli vor drei Wochen in Magdeburg kassiert.

Für die Schalker war der dritte Heimsieg in Serie enorm wichtig. Nach dem 0:3 zuletzt nach indiskutabler Leistung in Magdeburg war die Stimmung in Gelsenkirchen gekippt. Am Montag hatte sich das Team in einer intensiven Aussprache intern die Meinung gesagt. Der unter Druck geratene Coach Karel Geraerts reagierte mit fünf Startelf-Wechseln und wurde belohnt: So engagiert und überlegen wie gegen St. Pauli trat sein Team lange nicht auf.