Hamburg. Mehr als jede zweite Brille in Deutschland kommt aus dem Hause Fielmann - Tendenz steigend. Wachsen kann die Optikerkette aber auch im Ausland, das mittlerweile ein Drittel zum Gesamtumsatz beiträgt.

Die Optikerkette Fielmann hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. So stieg der Konzernumsatz um zwölf Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag anhand vorläufiger Zahlen in Hamburg mitteilte. Dabei profitierte Fielmann von einem Wachstum aus eigener Kraft in seinen Bestandsmärkten sowie Zukäufen.

Vor Steuern stieg der Gewinn um 20 Prozent auf etwa 193 Millionen Euro. Den Anstieg begründete Fielmann mit einem gestiegenen Absatz teurerer Gleitsichtbrillen, dem laufenden Sparprogramm sowie geringeren Marketingkosten. Damit erreichte das Unternehmen seine eigene Prognose. Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 1,00 Euro je Aktie bekommen, nach 0,75 Euro im Vorjahr.

Einen detaillierten Ausblick auf das laufende Jahr gab Fielmann traditionell noch nicht. Dies soll bei der Veröffentlichung des Geschäftsberichts im April erfolgen. Im vierten Quartal 2023 und Anfang 2024 seien die meisten Märkte von einer verhaltenen Konsumstimmung geprägt worden, hieß es. In Deutschland hätten sich die Anschaffungsneigungen reduziert. Trotzdem bleibe das Unternehmen optimistisch, seine Marktposition auch 2024 weiter ausbauen zu können. Zusätzliche Wachstumschancen sieht Fielmann in Osteuropa, Spanien und den USA. Dank des Kostensparprogramms soll sich die Profitabilität weiter verbessern.