Hamburg (dpa/lno). Wer Hebamme werden möchte, geht dafür nicht mehr an die Berufsschule, sondern mittlerweile an die Hochschule. In Hamburg haben nun die ersten Hebammen ihren Bachelor-Abschluss.

Die ersten Hebammen des Hamburger Bachelorstudiengangs Hebammenwissenschaft haben ihren Abschluss in der Tasche. Nach sieben Semestern haben 48 Studentinnen ihr Bachelor-Studium in dem hochschulübergreifenden Studiengang bestanden, wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Der Studiengang wird seit dem Wintersemester 2020/2021 gemeinsam von der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg am UKE und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg angeboten.

Durch die Akademisierung der Hebammenausbildung sollte der Beruf aufgewertet werden. Dass die Hebammenausbildung nicht mehr an Berufsfachschulen, sondern nur noch an Hochschulen angeboten werden soll, war 2013 vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat verbindlich vorgegeben worden.

Der Studiengang kombiniert den Angaben zufolge wissenschaftliche und berufspraktische Ausbildungsangebote, die Studierenden haben demnach am Ende eine akademische Berufsqualifizierung auf der Basis neuester Forschungserkenntnisse. Der Studiengang sei deutschlandweit einer der ersten und größten Hebammenstudiengänge nach einem hochschulübergreifenden Modell, hieß es dazu aus der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

Der erste Jahrgang sei dabei aufgrund der Corona-Pandemie zunächst nur digital gestartet. Pro Jahr gibt es 60 Plätze für Studienanfängerinnen und -anfänger. Bis zum 2. April können sich Interessierte noch für das kommende Wintersemester anmelden.