Hamburg (dpa/lno). Anfang Februar gab es in Hamburg innerhalb kurzer Zeit drei bewaffnete Überfälle. Vermutlich ist ein Täter für alle drei verantwortlich. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet.

Fast drei Wochen nach drei bewaffneten Raubüberfällen in den Hamburger Stadtteilen Eppendorf und Eimsbüttel hat die Polizei nun einen Verdächtigen festgenommen. Am Mittwoch sei eine Wohnung in Hamburg-Eppendorf durchsucht worden und die Ermittler hätten dort Beweise wie mutmaßliche Tatkleidung und eine Schreckschusswaffe sichergestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Hamburg. Es werde geprüft, ob die Beweise mit den Tatvorwürfen in Verbindung stehen. Am Mittwoch sei auch der 38 Jahre alte, deutsche Verdächtige festgenommen worden - allerdings wegen einer anderen Straftat. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Mann bereits Anklage erhoben, weil er Ende Oktober in einem Laden eine teure Designer-Handtasche gestohlen haben soll. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Am 6. Februar hatte ein unbekannter Mann zunächst ein Pärchen nach einem privaten Warenverkauf in einem Mehrfamilienhaus mit einer Waffe bedroht. Schließlich soll er in einem Café in Eppendorf von zwei Mitarbeitern des Lokals Bargeld gefordert und dabei auch nach einem Gerangel mit einem 32 Jahre alten Mitarbeiter einen Schuss mit seiner mutmaßlichen Schreckschusswaffe abgegeben haben. Im dritten Fall überfiel der Täter das Holi-Kino in Hamburg-Eimsbüttel und bedrohte einen 24 Jahre alten Angestellten sowie eine 75 Jahre alte Kundin mit seiner Schusswaffe, während er die Herausgabe von Bargeld forderte und offensichtlich einen Schuss in die Luft abgab.