Hamburg (dpa/lno). Die Zahl der von Hamburger Gemüseanbauern bewirtschafteten Flächen ist deutlich gesunken - vor allem aus statistischen Gründe. Bei den geringeren Erntemengen spielen auch andere Effekte eine Rolle.

Die Hamburger Gartenbaubetriebe haben im Jahr 2023 auf insgesamt 178 Hektar (ha) Gemüse angebaut. Die Anbaufläche sank im Vergleich zum Vorjahr vor allem wegen eines statistischen Effekts um 73 Prozent (2022: 659 ha), wie das Statistikamt Nord am Mittwoch mitteilte. Demnach haben einige Betriebe ihren Unternehmenssitz in andere, angrenzende Bundesländer verlegt - mit der Folge, dass die in Hamburg liegenden Flä­chen und Erntemengen dieser Betriebe statistisch nicht mehr Hamburg, sondern dem neuen Unternehmenssitzland zugerechnet werden. Die Zahl der Gemüseanbaubetriebe sank somit um zehn Prozent auf 60 Betriebe.

Die Ernte­menge im Freiland, unter Gewächshäusern und Folientunneln sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte (minus 51 Prozent) auf knapp 4.900 Tonnen Gemüse und 20 Tonnen Erdbeeren. Dies liegt nach Angaben der Statistiker zum einen auf der Verlagerung von Gartenbaubetrieben ins Umland. Zum anderen hatten die in Hamburg ansässigen Betriebe, wie schon in den Vor­jahren, mit Absatzschwierigkeiten und Arbeitskräftemangel zu kämpfen. Zusätzlich kam es durch den sehr trockenen Frühsommer und den niederschlagsreichen Herbst teilweise zu Min­dererträgen in den Freilandkulturen.

In den Hamburger Anbaugebieten wird traditionell viel Salatgemüse im Freiland und unter Folientunneln beziehungsweise Gewächshäusern angebaut. Im vergangenen Jahr wurden auf rund 89 Hektar knapp 1700 Tonnen davon produziert.