Fehmarn (dpa/lno). Die drei Hochhäuser in Burgtiefe auf Fehmarn sind eines der Wahrzeichen der Insel. Ende 2022 wurden die rund 50 Jahre alten Häuser verkauft. Wann die dringend nötige Sanierung beginnen soll, ist aber bisher nicht klar.

Die vom dänischen Stararchitekten Arne Jacobsen entworfene Feriensiedlung am Südstrand der Ostseeinsel Fehmarn ist in die Jahre gekommen. Die Stadt Fehmarn hat deshalb den Bereich Burgtiefe im Jahr 2015 zum formellen Sanierungsgebiet erklärt. Dazu zählen nach Angaben der Kommune neben den drei markanten Hochhäusern auch das Haus des Gastes, das Wellenbad, die Burgruine Glambeck sowie das Haus Vitamar. Doch die Sanierung der markanten Hochhäuser lässt noch auf sich warten.

„Die Eigentumsverhältnisse bremsen offenbar die Sanierung der Hochhäuser“, sagte Thomas Berg von der BIG Städtebau, dem Sanierungsträger der Stadt Fehmarn. „Aber was genau geplant ist und wann die Sanierung beginnt, ist bisher nicht bekannt.“ Die seit Oktober 2015 unter Denkmalschutz stehenden Hoteltürme mit insgesamt rund 400 Appartements sind Ende 2022 an die spanische Azora-Gruppe verkauft worden. „Die neuen Besitzer haben bei der Übernahme umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Aussicht gestellt“, sagte Berg. „Einzelheiten kennen wir aber bis jetzt nicht.“

Die Stadt Fehmarn sieht sich in Sachen Gebäudesanierung nicht in der Pflicht. „Wir als Kommune sanieren nur die öffentlichen Flächen, die uns auch gehören“, sagte Mandy Cronauge vom Fachbereich Bauen und Häfen bei der Stadtverwaltung. „Die Sanierung der Häuser ist jedoch Sache der Eigentümer, obwohl man vor allem den Hochhäusern ihr Alter durchaus ansieht“, sagte sie. „An vielen Stellen blättert die Farbe.“

Das Landesamt für Denkmalschutz hatte die Gebäude 2015 unter Schutz gestellt. Begründet wurde das unter anderem mit dem kantig-funktionalen Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes. Jacobsen (1902-1971) gilt als einer der profiliertesten Architekten und Designer Dänemarks des 20. Jahrhunderts. Von ihm stammen unter anderem das SAS Royal Hotel in Kopenhagen, das Christianeum in Hamburg, die Dänische Botschaft in London, und die Dänische Nationalbank in Kopenhagen.