Brunsbüttel (dpa/lno). Die Stromautobahn Suedlink soll Energie aus den Windenergiegebieten im Norden Deutschlands in den Süden transportieren. Nun hat der Bau eines dafür notwendigen Konverters begonnen.

Der Fernleitungsbetreiber Tennet hat im Schleswig-Holsteinischen Brunsbüttel mit dem Bau eines Konverters für die Stromtrasse Suedlink begonnen. „Mit dem Bau des SuedLink-Konverters in Brunsbüttel nimmt ein weiterer wesentlicher Baustein für die Infrastruktur der Energiewende Gestalt an“, sagte Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens am Mittwoch. Brunsbüttel werde damit zu einer wichtigen Drehscheibe für erneuerbare Energien.

„Seit vergangener Woche liegen der Bundesnetzagentur sämtliche Planfeststellungsunterlagen für die insgesamt rund 700 Trassenkilometer vor und wir sehen bereits den nächsten Starts in weiteren Bauabschnitten entgegen“, so Meyerjürgens weiter. Mit den bereits erfolgten Baustarts an der Elbunterquerung und in Baden-Württemberg werde Suedlink Schritt für Schritt zu einem Bauprojekt.

Der Konverter soll laut des Unternehmens Tennet den von Wind- und Wasserkraftparks produzierten Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln, um ihn über lange Distanzen verlustarm transportieren zu können. Am Endpunkt im baden-württembergischen Leingarten (Kreis Heilbronn) soll der Strom wieder in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist werden.

Zweck der rund 700 Kilometer langen SuedLink-Trasse ist es, Strom aus den Windenergiegebieten in Norddeutschland in den Süden zu transportieren. Der erste Strom soll Ende 2028 fließen.