Kiel (dpa/lno). Die Grippesaison ist schon im vollen Gange. Dennoch ist es für eine Impfung noch nicht zu spät, sagt Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken hat angesichts der andauernden Grippewelle an die Schleswig-Holsteiner und Schleswig-Holsteinerinnen appelliert, sich impfen zu lassen. „Es ist noch nicht zu spät, sich mit einer Grippe-Impfung selbst zu schützen“, sagte die CDU-Politikerin am Montag in Kiel. „Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.“

Gegen Grippe empfiehlt die Expertengruppe Stiko (Ständige Impfkommission) eine jährliche Impfung unter anderem für Schwangere, Menschen über 60, medizinisches Personal, Menschen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, oder Personen mit Grunderkrankungen, darunter auch Kinder. Auch für gesunde Kinder und Jugendliche kann eine Grippe-Impfung demnach sinnvoll sein, da sie in Kita und Schule viel Kontakt mit anderen haben.

Nach Angaben des Ministeriums unter Berufung auf den aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Atemwegserkrankungen ist die Anzahl der Erkrankungen, wie in dieser Jahreszeit üblich, derzeit noch hoch. Wie in den vergangenen Jahren sei auch in diesem Winter ein deutlicher Anstieg der Erkältungszahlen zu beobachten gewesen. „Das belastet auch weiterhin Kliniken und Arztpraxen“, hieß es.