Hamburg (dpa/lno). Weil Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano seine Begeisterung für klassische Musik weit in die Gesellschaft hineinträgt, ist der 72-Jährige nun mit einem besonderen Orden ausgezeichnet worden.

Der Hamburger Dirigent Kent Nagano (72) ist für seine Verdienste um die klassische Musik mit dem Großen Verdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters der Freien und Hansestadt Hamburg stehe für klassische Musik auf höchstem Niveau und vermittele musikalische Begeisterung weit in die Gesellschaft hinein, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Montag laut Mitteilung.

„Unermüdlich stärkt er den Stellenwert der Musik - in der Musikstadt Hamburg ebenso wie international.“ Der Politiker hatte Nagano die Auszeichnung - eine von acht Stufen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - am Vormittag in Hamburg überreicht und ihn als „herausragende Künstlerpersönlichkeit“ bezeichnet.

Nagano, der an der Küste Kaliforniens geboren und aufgewachsen ist, fühlte sich „zutiefst geehrt“, wie er laut Mitteilung sagte. „Wenn ich in irgendeiner Weise etwas zu der umfassenden künstlerischen Tradition in diesem Land beitragen konnte, dann nur aufgrund des Privilegs, mit außergewöhnlichen Ensembles und Institutionen eng zusammenarbeiten zu dürfen.“

Nagano ist seit 2015 Generalmusikdirektor und Chefdirigent in Hamburg. In der Zeit machte er sich auch für den Nachwuchs stark und brachte unter anderem mit Open-Air-Konzerten im Stadtzentrum die klassische Musik vielen Menschen näher, wie die Kulturbehörde weiter schrieb. Nagano ist zudem Gast- und Ehrendirigent bei vielen internationalen Orchestern.

Naganos Nachfolger steht bereits fest: Von Sommer 2025 an wird der israelische Dirigent Omer Meir Wellber die Geschicke an der Hamburgischen Staatsoper und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg übernehmen.