Kiel (dpa/lno) . Deutlicher Anstieg: Allein in den ersten fünf Wochen des Jahres sind in Schleswig-Holstein 352 Norovirus-Fälle gemeldet worden. 2023 hatte es bereits eine Zunahme gegeben.

Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist in Schleswig-Holstein zu Jahresbeginn deutlich angestiegen. Allein in den ersten fünf Wochen wurden 352 Fälle gemeldet, wie die AOK NordWest am Montag auf Basis aktueller Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin mitteilte. Im Vergleichszeitraum 2023 waren es nur 84 gewesen.

Insgesamt wurden im Vorjahr 1302 Fälle der hochansteckenden Durchfallerkrankung gemeldet. 2022 waren es 959 Fälle gewesen. Vor der Corona-Pandemie waren 2019 mehr als 1800 Fälle registriert worden.

„Da es keine Impfung gegen Noroviren gibt, ist es umso wichtiger, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, sagte AOK-Chef Tom Ackermann. Die Pandemie habe spürbare Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen gehabt. „Mit der Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens hat sich die Situation deutlich verändert mit der Folge wieder steigender Fallzahlen.“

Noroviren verursachen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sind hochansteckend und verbreiten sich rasend schnell. Das gilt besonders dort, wo viele Menschen zusammen sind, wie beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern. Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen sind besonders betroffen.