Hamburg. Seit 51 Jahren leitet der gebürtige Amerikaner John Neumeier das Hamburg Ballett. Die Entwicklungen in seiner Heimat verfolgt er mit Besorgnis - vor allem eine mögliche Wiederwahl von Donald Trump.

Hamburgs Ballettchef John Neumeier verfolgt die Entwicklungen in den USA mit großer Sorge. „Ich sehe in meinem Heimatland mit einem Donald Trump wie furchtbar, wie schlecht das gehen kann und wie verlogen und wie begrenzend das ist. Und ich bin einfach dagegen“, sagte Neumeier der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Er habe „wahnsinnige Angst“ davor, dass Donald Trump noch einmal zum Präsidenten gewählt werden könnte.

„So wie er den Supreme Court zu seinen Gunsten aufgestellt hat. Das sieht wirklich schlecht aus“, sagte der gebürtige Amerikaner, der seit 51 Jahren das Hamburg Ballett leitet und der am 24. Februar seinen 85. Geburtstag feiert.

Auch in Deutschland beginne sich das gesellschaftliche Klima zu verändern, findet Neumeier. „In unserer Compagnie und in unserer Schule tanzen Menschen aus 33 verschiedenen Nationen, die in einem absoluten Frieden miteinander arbeiten“, sagte der Ballettchef. Dieser Mikrokosmos sei quasi eine Spiegelung der Gesellschaft, in der er leben möchte. „Und ich möchte gerne in einem Land leben, wo diese Form von Freiheit existiert.“ Daher habe er auch an der großen Demonstration gegen Rechtsextremismus Ende Januar in Hamburg teilgenommen.