Hamburg. Für den Wirkstoff-Forscher Evotec zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb (BMS) erneut aus. Die Unternehmen verlängern und erweitern ihre 2016 geschlossene Partnerschaft auf der Suche nach Wirkstoffen zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen um weitere acht Jahre, wie der MDax-Konzern am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Für den Wirkstoff-Forscher Evotec zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb (BMS) erneut aus. Die Unternehmen verlängern und erweitern ihre 2016 geschlossene Partnerschaft auf der Suche nach Wirkstoffen zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen um weitere acht Jahre, wie der MDax-Konzern am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Den Angaben zufolge erhält Evotec dafür zunächst eine Abschlagszahlung von 50 Millionen US-Dollar (ca. 46,4 Mio Euro). Zudem winken weitere Lizenz- und leistungsabhängige Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen. Das mögliche Gesamtvolumen bezifferte Evotec auf vier Milliarden Dollar.

Die Zusammenarbeit mit BMS gilt als eines der Aushängeschilder für Evotec und dürfte weiter als wichtiges Polster dienen. Denn der Hamburger Konzern will nach einem Gewinnrückgang wieder mehr verdienen. 2022 hatten die Hanseaten dank eines starken vierten Quartals zwar mehr Umsatz erwirtschaftet als angepeilt, ihr Gewinnziel im Tagesgeschäft aber etwas verfehlt. Der Erlös war vorläufigen Berechnungen zufolge in den Monaten Januar bis Dezember um mehr als ein Fünftel auf rund 751 Millionen Euro gestiegen. Evotec hatte sich zuletzt bis zu 735 Millionen Euro vorgenommen.

Wegen hoher Kosten kam das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) mit rund 102 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 107 Millionen Euro heraus - angepeilt waren mindestens 105 Millionen Euro. Diese Kennziffer will Evotec 2023 auf 115 Millionen bis 130 Millionen Euro steigern, der Umsatz soll auf 820 Millionen bis 840 Millionen Euro wachsen.