Fußball

HSV-Sportvorstand Boldt über Jansen: „Wenig Rückendeckung“

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Beziehung zwischen dem HSV-Vorstand Jonas Boldt und Präsident Marcell Jansen ist nicht spannungsfrei.

Die Beziehung zwischen dem HSV-Vorstand Jonas Boldt und Präsident Marcell Jansen ist nicht spannungsfrei.

Foto: Christian Charisius/dpa

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hat deutliche Worte für die Turbulenzen in der Führungsetage des Hamburger Fußball-Zweitligisten im vergangenen Jahr gefunden. Vor allem sein Verhältnis zu dem im September nach zehn Monaten zurückgetretenen umstrittenen Finanzvorstand Thomas Wüstefeld (53) galt als zerrüttet. „Wenn man tagtäglich zusammenarbeitet, belogen und hintergangen wird, dann ist es etwas, was mir widerstrebt“, sagte der 41-Jährige am Mittwoch dem NDR, ohne den Namen Wüstefeld zu nennen.

Hamburg. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hat deutliche Worte für die Turbulenzen in der Führungsetage des Hamburger Fußball-Zweitligisten im vergangenen Jahr gefunden. Vor allem sein Verhältnis zu dem im September nach zehn Monaten zurückgetretenen umstrittenen Finanzvorstand Thomas Wüstefeld (53) galt als zerrüttet. „Wenn man tagtäglich zusammenarbeitet, belogen und hintergangen wird, dann ist es etwas, was mir widerstrebt“, sagte der 41-Jährige am Mittwoch dem NDR, ohne den Namen Wüstefeld zu nennen.

Auch die Beziehung zu Vereins-Präsident und AG-Aufsichtsratschef Marcell Jansen (37) hat sich im Zuge der Querelen um Medizinunternehmer Wüstefeld verschlechtert. „Wir hatten vor einem Dreivierteljahr eine sehr, sehr schwere Phase. Da habe ich wenig Rückendeckung gespürt. Das sage ich offen“, berichtete Boldt. „Trotzdem haben wir es hinbekommen, mit dem Trainerteam, mit der Geschäftsstelle, mit der Mannschaft eine Richtung auszuwählen. Egal, welche Kräfte von außen auf den HSV wirken.“

Der Sportvorstand schlug Jansen gegenüber auch versöhnliche Töne an. Er sei zweieinhalb Jahre sehr gut mit dem Ex-Nationalspieler ausgekommen. „Das, was ich an ihm schätze, ist, dass er die Raute im Herzen trägt, wie man so schön sagt“, erklärte Boldt. „Dass wir nicht immer einer Meinung sind, das gehört dazu. Das war auch das Schöne, dass wir uns auch immer offen das sagen konnten, dass vieles auch im Raum geblieben ist.“

Im Verhältnis habe sich vor ziemlich genau einem Jahr etwas geändert. Die Gründe seien bekannt, sagte er mit Bezug auf den Wirbel um Wüstefeld. „Ich bin kein nachtragender Mensch. Er hat ja gesagt, dass er gelernt hat, er auf Menschen zugehen will“, betonte der HSV-Sportvorstand.

Am vergangenen Samstag war Jansen bei der Mitgliederversammlung einer Abwahl entgangen. Ihm wird vorgeworfen, als Aufsichtsratsvorsitzender der Fußball AG unter anderen zu lange an Wüstefeld festgehalten zu haben. Boldt war 2019 von Bayer Leverkusen zum Hamburger SV gewechselt.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg

( © dpa-infocom, dpa:230125-99-355465/3 (dpa) )