Hamburg. Ein einziger Unfall zeigt, wie anfällig Hamburgs Schienennetz ist. Neue Elbquerungen müssen her – diese drei Varianten sind im Gespräch.

Die Elbe wird gemeinhin als Hamburgs Lebensader bezeichnet. Die erste Siedlung ist vor mehr als 1000 Jahren an diesem breiten Strom entstanden, und dort, wo die Alster in die Elbe mündet, ist bis heute das Kraftzentrum der Stadt – wirtschaftlich, politisch, kulturell. Aus ähnlichen Gründen ist seinerzeit eine andere Stadt am Südufer der Elbe entstanden: Harburg. Doch nicht erst seit der Zwangsvereinigung 1937 weiß man hier wie dort, was so ein Fluss auch ist: eine Barriere. Ganze vier Straßen verbinden den Norden mit dem Süden der Stadt und der Republik. Wer die Elbe mit der Bahn überwinden will, hat sogar nur eine Möglichkeit: über die Elbbrücken.