Sexuelle Gewalt

UKE sucht Missbrauchsopfer der evangelischen Kirche

Das UKE beschäftigt sich mit sexueller Gewalt in der evangelischen Kirche und möchte Opfer befragen (Symbolbild).

Das UKE beschäftigt sich mit sexueller Gewalt in der evangelischen Kirche und möchte Opfer befragen (Symbolbild).

Foto: IMAGO / Beautiful Sports

Hamburger Wissenschaftler möchten unter anderem mit Opfern sprechen, die Fluchterfahrungen haben. Interviewpartner gesucht.

Hamburg. Das Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sucht Teilnehmende für zwei Befragungen, in denen es sich mit sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche befasst. Die erste Befragung finde online statt, bei der zweiten handele es sich um eine seit August 2021 laufende Interviewstudie, teilte das UKE am Mittwoch mit.

Für die anonyme Online-Befragung sucht das UKE Menschen, die sexualisierte Gewalt in Institutionen der Evangelischen Kirche Deutschland, in diakonischen Einrichtungen, Angeboten der evangelischen Jugendarbeit, evangelischen Freikirchen, aber auch in nicht-evangelischen Institutionen mit Mitarbeitenden der Evangelischen Kirche oder Diakonie erlebt haben.

UKE möchte mit Missbrauchsopfern der evangelischen Kirche reden

Für die laufende Interviewstudie suchen die Forschenden zurzeit Menschen, die Fluchterfahrungen haben oder als Minderjährige nach Deutschland gekommen sind und hier sexualisierte Gewalt im Raum der evangelischen Kirche erlebt haben. Die Interviews können vor Ort in Hamburg, telefonisch oder per Videoanruf geführt werden. Interessierte können sich via E-Mail an interview-ifs@uke.de anmelden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland fördere die Forschungsarbeiten des Forschungsverbundes über Drittmittel, habe aber keinen inhaltlichen Einfluss auf die Arbeit, so das UKE. Die Gesamtergebnisse werde die EKD in Form eines Abschlussberichtes erhalten. Darin würden keine Daten präsentiert, die Rückschlüsse auf die Identität der Studienteilnehmenden schließen lassen.

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