Migration

4200 Geflüchtete 2021 im Norden als Asylsuchende registriert

dpa

Kiel. In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr 4209 Menschen als Geflüchtete registriert worden. Nach einem Rückgang im Jahr 2020 auf 3804 sei etwa wieder das Niveau des Jahres 2019 mit 4183 Geflüchteten erreicht worden, teilte das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge am Freitag mit. Die größten Gruppen stammten im vergangenen Jahr aus Syrien (29,2 Prozent), Afghanistan (24,7 Prozent) und dem Irak (22,3 Prozent).

Im vergangenen Jahr verließen 611 Geflüchtete Schleswig-Holstein, sei es freiwillig, durch Abschiebung oder Rücküberstellung. 2020 lag die Zahl bei 526 und 2019 bei 1243.

Im Dezember 2021 wurden den Angaben zufolge 759 Geflüchtete erfasst. 242 von ihnen seien in andere Bundesländer weitergeleitet worden. Unter den Verbliebenen waren 83 nachgeborene Kinder, die bereits hier leben, aber erst jetzt statistisch erfasst wurden. Die meisten Männer, Frauen und Kinder kamen aus Afghanistan (171), Syrien (129) und dem Irak (121).

Tatsächlich in Schleswig-Holstein angekommen sind im Dezember 613 Menschen. Ein Grund für die Differenz ist nach Angaben des Landesamts die Ankunftsquarantäne. Erst danach werden Neuzugänge von den Mitarbeitern des Landesamtes registriert und fließen in die Statistik ein.

Im Dezember kamen 74 Menschen im Zuge der Evakuierungsmaßnahmen der Bundesregierung aus Afghanistan nach Schleswig-Holstein. Es handelt sich um Ortskräfte und ihre Kernfamilien. Außerdem sind Menschen darunter, die bedroht waren, weil sie sich etwa für Frauenrechte oder Meinungsfreiheit eingesetzt haben. Diese Menschen müssen keinen Asylantrag stellen. Sie bekommen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-709748/2

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( dpa )