Nahverkehr

Neuer HVV-Service in Hamburg: Erst fahren, dann zahlen

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HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt und Hochbahn-Chef Henrik Falk präsentierten die neue Smartphone-App HVV Any.

HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt und Hochbahn-Chef Henrik Falk präsentierten die neue Smartphone-App HVV Any.

Foto: Hamburger Hochbahn

Fahrgäste müssen bald nur noch beim Einstieg einchecken und zahlen am Ende. Das funktioniert auch beim Umstieg zwischen Bus und Bahn.

Hamburg. Mit einem neuen Service will der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) das Fahren mit Bus und Bahn revolutionieren und deutlich bequemer machen. Durch das Angebot HVV Any soll es vom Frühjahr kommenden Jahres an für alle Passagiere möglich sein, erst zu fahren und am Ende der Tour zu zahlen, wie das Unternehmen mittteilte. Erstmals wurde das System am Donnerstag bei einer Live-Demonstration im Rahmen des Mobilitätskongresses ITS vorgestellt.

Der Service soll vor allem Gelegenheitsfahrern den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erleichtern. Entwickelt und umgesetzt wird das Projekt von der städtischen Hamburger Hochbahn AG, die in der Hansestadt die U-Bahn und einen Großteil des Busnetzes betreibt.

HVV: App funktioniert auch beim Umstieg zwischen Bus und Bahn

Das Prinzip ist einfach: Bei Einstieg checken Kundinnen und Kunden mit der Smartphone-App HVV switch ein. Umstiege und das Auschecken erfolgen automatisch – sogar wenn die Passagiere zwischen Bus, Bahn oder Fähre wechseln. Am Ende des Tages wird aus der Kombination aller Fahrten die jeweils günstigste Fahrkarte errechnet. Ticketarten und Tarifzonen im Kopf zu haben, ist damit nicht mehr nötig. Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sprach von einem „absoluten Meilenstein“ für den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg. „Einfacher, besser und im wahrsten Sinne des Wortes günstiger geht es nicht.“

Zum Start soll HVV any für alle Fahrten im gesamten HVV-Netz verfügbar sein. Dazu gehören neben allen Bussen und U- und S-Bahnen, den Zügen von DB Regio, Metronom, Nordbahn und AKN auch die Fähren der Hadag. Eine wichtige Rolle spielen so genannte Beacons, Sender, die im System als ortsgenaue Markierungspunkte dienen und vom Smartphone erkannt werden. „So wird eine sichere, tarifgenaue und somit faire Abrechnung aller Fahrten im System ermöglicht“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens.

( bob/HA )

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