Bundestagswahl

Noch nie wählten so viele Hamburger per Post

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Viele Hamburger haben sich in diesem Jahr bei der Bundestagswahl für Briefwahl entschieden (Symbolbild).

Viele Hamburger haben sich in diesem Jahr bei der Bundestagswahl für Briefwahl entschieden (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / K. Schmitt

Die Bundestagswahl hat in Hamburg längst begonnen. Mehr als jeder zweite Briefwähler hat bereits seine Stimmen abgegeben.

Hamburg. Während die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien noch um jede Stimme kämpfen, hat die Bundestagswahl 2021 längst begonnen. Mehr Wahlberechtigte als je zuvor haben bereits ihre Briefwahlunterlagen beantragt. Bis zum Ende vergangener Woche haben laut Landeswahlamt schon 521.231 Hamburgerinnen und Hamburger einen entsprechenden Antrag gestellt – neun Tage vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Das entspricht dem Rekordwert von 40,3 Prozent aller Wahlberechtigten. Rund 280.000 Wahlbriefe sind bereits wieder bei den Kreiswahlleitungen eingegangen – mehr als jeder zweite Briefwähler hat also bereits seine Stimmen abgegeben.

Damit liegt die Briefwahlquote in diesem Jahr – vermutlich auch coronabedingt – erheblich höher als bei der letzten Bundestagswahl 2017. Neun Tage vor der Wahl hatten damals erst 358.071 Hamburgerinnen und Hamburger ihre Briefwahlunterlagen beantragt. Das entsprach einer Quote von 27,7 Prozent. Insgesamt gaben 2017 rund 390.000 Wahlberechtigte ihre Stimmen per Post ab – rund 30 Prozent. Landeswahlleiter Oliver Rudolf glaubt, dass die Briefwahl in diesem Jahr einen Anteil von 50 Prozent ausmachen könnte.

Bundestagswahl: Wahllokal in einer Windmühle

Die per Post abgegebenen Stimmen werden erst am Sonntag nach Schließung der Wahllokale ausgezählt. Für die Urnenwahl sind 1.268 Wahlbezirke eingerichtet, davon 930 Wahllokale in Schulen bzw. Hochschulen. 868 Wahllokale sind barrierefrei (68,5 Prozent). Um ein sicheres Wählen in Coronazeiten zu gewährleisten, wurden 2381 Liter Desinfektionsmittel sowie 3828 Hygieneschutzwände bestellt. Wählerinnen und Wähler werden gebeten, für das Ankreuzen der Stimmzettel ihren eigenen Stift mitzubringen.

Ein Wahllokal ist in der Windmühle Johanna eingerichtet, zwei Waschhäuser werden als Wahllokale genutzt, fünf Wahllokale sind in Gaststätten eingerichtet. Im kleinsten Hamburger Wahlbezirk, auf Neuwerk, wohnen Stand jetzt 18 Wahlberechtigte; im größten Stadtteil, Rahlstedt, wohnen 64.586 Wahlberechtigte. Insgesamt sind rund 1,299 Mio. Personen zur Bundestagswahl 2021 wahlberechtigt, davon 4453 mit Wohnsitz im Ausland, die ihre Aufnahme ins Wahlberechtigtenverzeichnis beantragt haben. 34 Wahlberechtigte feiern am Wahltag ihren 18. Geburtstag. inga

( inga )

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