Jahreswechsel

Nachhaltige Produkte: Land hilft Kommunen bei Beschaffung

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Monika Heinold (Grüne), Finanzministerin von Schleswig-Holstein.

Monika Heinold (Grüne), Finanzministerin von Schleswig-Holstein.

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Viele Kommunen setzen bei Anschaffungen zunehmend auf Nachhaltigkeit - im Norden unterstützt sie dabei seit einem Jahr ein Kompetenzzentrum des Landes. Finanzministerin Heinold ist mit der Arbeit zufrieden und will die Anlaufstelle dauerhaft etablieren.

Kiel. Wenn Kommunen in Schleswig-Holstein nachhaltige Büroklammern oder fair produzierte Fußbälle kaufen wollen, können sie sich seit Jahresbeginn Hilfe beim Land holen. "Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe ist ein voller Erfolg", bilanzierte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). "Es hat sich schnell etabliert und ist ein wichtiger Partner der Kommunen bei der nachhaltigen Beschaffung geworden."

Das Kompetenzzentrum hat sich seit seiner Inbetriebnahme Anfang des Jahres um 42 Beratungsanfragen aus 22 Kommunen gekümmert. Die Tendenz ist Heinold zufolge steigend. Unter anderem ging es bisher um nachhaltige Pfandsysteme für Veranstaltungen, um Ökostrom, den Einsatz von Recyclingpapier, um nachhaltiges Bauen und nachhaltig hergestellte Berufsbekleidung.

"Damit können wir ganz konkret vor Ort zu Klimaschutz, fairem Handel und guten Arbeitsbedingungen beitragen", sagte Heinold. Gemeinsam mit Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) werbe sie dafür, dieses Modell dauerhaft zu etablieren.

Mit Änderungen am Vergaberechts hatte Schleswig-Holstein 2019 beschlossen, dass die Kommunen künftig selbst über soziale und ökologische Standards bei der Auftragsvergabe entscheiden sollen. Dafür richtete das Land bei der Gebäudemanagementgesellschaft GMSH das genannte Kompetenzzentrum mit einer zusätzlich geschaffenen Stelle ein. Andere GMSH-Mitarbeiter leisten partielle Unterstützung. Die Anlaufstelle berät Kommunen bei der Absicherung von Nachhaltigkeitskriterien. Ziel ist es laut Heinold, ein nachhaltiges Beschaffungswesen zu etablieren, das Ressourcenschutz, Menschenrechten und fairem Handel Rechnung trägt.

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( dpa )