Pandemie

Corona-Schnelltests: So schützen sich Hamburgs Altenheime

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Matthias Popien
Eine pflegebedürftige Frau und ihr Betreuer. (Archivbild)

Eine pflegebedürftige Frau und ihr Betreuer. (Archivbild)

Foto: Imago

Ergebnis binnen weniger Minuten. Besucher, Beschäftigte und Bewohner können sich jetzt deutlich sicherer fühlen.

Hamburg. Vor rund einem Monat waren Corona-Schnelltests in Hamburgs Pflegeheimen noch Zukunftsmusik. Doch jetzt sind sie Realität. 127 von insgesamt 149 Einrichtungen setzen sie ein. „Das ist eine ganz wesentliche Verbesserung für die Sicherheit der Bewohner und Mitarbeiter in unseren Heimen“, sagt Uwe Clasen. Er leitet die Hamburger Geschäftsstelle des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. 82 Pflegeheime mit rund 9000 Plätzen sind dort Mitglied.

Die Schnelltests funktionieren ähnlich wie ein Schwangerschaftstest. Zunächst muss mithilfe eines Teststabs ein Nasen-Rachen-Abstrich entnommen werden. Die Probe wird auf einen Teststreifen aufgetragen, der sich verfärbt, wenn er Virus enthält.

Viele Hersteller bieten mittlerweile solche Tests an. Sie sind nicht so zuverlässig wie die PCR-Tests, bringen aber schneller ein Ergebnis: nach etwa 15 bis 30 Minuten.

Corona-Testung ist freiwillig

Bei dem Heimbetreiber Pflegen & Wohnen werden die Tests seit Anfang dieser Wochen eingesetzt. „Wir haben einen externen Dienstleister engagiert, der alle Mitarbeiter und Bewohner, die sich testen lassen wollen, einmal in der Woche testet“, sagt Thomas Flotow, der Sprecher der Geschäftsführung. Für die Besuchertestung wird das Unternehmen sieben neue Mitarbeiter einstellen.

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Zwei Probleme bleiben. Erstens: Die Testung ist freiwillig, niemand muss sich ihr unterziehen. Zweitens: Wenn ein Mitarbeiter positiv getestet wird, muss er in Quarantäne. Und er muss sich einem PCR-Test unterziehen, auf den man manchmal lange warten muss. Doch erst er gibt sicher Aufschluss über eine Erkrankung. War der Schnelltest falsch, fällt der Mitarbeiter unnötig lange aus.

Inzidenzwert steigt wieder über 100er-Marke

  • 496 Corona-Neuinfektionen meldete Hamburg am Freitag – fast doppelt so viel wie am Freitag vergangener Woche. Laut Gesundheitsbehörde trugen unter anderem Nachmeldungen zu dem Anstieg bei.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 103,8. Am Vortag lag sie bei 90,9. Am Freitag der Vorwoche war der Inzidenzwert deutlich höher: 116,3. In Kliniken wurden 333 Infizierte behandelt, sechs mehr als am Vortag. 89 Patienten lagen auf Intensivstationen (Vortag: 87).

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