Hamburg

Autofreier Jungfernstieg soll erst 2022 fertig sein

Noch fahren Autos auf dem Jungfernstieg in Hamburg (Symbolbild).

Noch fahren Autos auf dem Jungfernstieg in Hamburg (Symbolbild).

Foto: dpa

Zu Weihnachten gibt es einen Vorgeschmack auf die autofreie Zukunft des Boulevards. Welche Gründe hinter der Verschiebeung stecken.

Hamburg. Der Umbau von Hamburgs Prachtboulevard zur weitgehend autofreien Zone wird später abgeschlossen als zunächst angekündigt. So soll der Jungfernstieg an der Binnenalster erst im Frühjahr 2022 komplett umgestaltet werden, wie Heike Sudmann (Die Linke), Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Ursprünglich sollte das bereits im Herbst 2021 passieren.

Entsprechende Pläne hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Freitag dem Ausschuss vorgestellt. Hintergrund für die Verschiebung der Arbeiten ist, dass das Weihnachtsgeschäft 2021 nicht durch Bauarbeiten negativ beeinträchtigt werden soll. Zuvor hatte NDR 90,3 berichtet.

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Die Ausschuss-Vorsitzende Sudmann begrüßte die Jungfernstieg-Planungen - allerdings mit Einschränkungen. "Es ist schön, dass was passiert. Aber es fehlt ein Verkehrskonzept für die Innenstadt, das wirklich sagt: "Wir wollen eine autofreie Innenstadt haben!"." Die bisherigen Maßnahmen seien nur "Stückwerk".

Ein erstes Gefühl vom Bummeln ohne Autoverkehr können die Fußgänger der Hansestadt allerdings schon in diesem Winter erleben. Bereits zum Weihnachtsgeschäft soll der Jungfernstieg weitgehend autofrei sein. So sollen eine Mittelinsel auf der Fahrbahn markiert und der motorisierte Individualverkehr verbannt werden. Nur Busse, Taxis, Räder und Lieferverkehr dürfen bleiben.