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Corona-Ausbruch in „Katze“: Hamburger Fußballspiel abgesagt

Die Bar "Katze" am Schulterblatt in Hamburg-Sternschanze: Hunderte Gäste sind von einem Corona-Ausbruch betroffen.

Die Bar "Katze" am Schulterblatt in Hamburg-Sternschanze: Hunderte Gäste sind von einem Corona-Ausbruch betroffen.

Foto: imago images/xim.gs

Der Tag im Überblick: Viele Neuinfektionen und ein Toter in Hamburg. Niedersachsen will Discos öffnen. Landkreis über Grenzwert.

Hamburg. Das Coronavirus ist weiter das beherrschende Thema auch in Norddeutschland: Nachdem es vor den Sommerferien in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen nur sehr niedrige Infektionszahlen gab, sind diese inzwischen wieder deutlich angestiegen: Allein in Hamburg wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 300 neue Fälle bekannt. Trotzdem plant Niedersachsen weitreichende Lockerungen – auch für Diskotheken und große Feiern.

Gleichzeitig beschäftigt der Corona-Ausbruch in der Bar Katze im Schanzenviertel die Hamburger Gesundheitsämter weiter: Nach wie vor müssen rund 100 Gäste ausfindig gemacht werden, die sich mit Fantasienamen in die Kontaktliste der Bar eingetragen haben. Bisher sind acht Infektionen bekannt, vier Mitarbeiter und vier Gäste.

Der Tag im Überblick: Die wichtigsten Meldungen am Freitag, 18. September

Das Coronavirus in Deutschland und weltweit:

Besuch in „Katze“: Oberligaspiel in Hamburg abgesagt

Das Fußballspiel der Hamburger Oberliga zwischen dem TuS Osdorf und dem Niendorfer TSV ist am Freitag wegen eines Corona-Verdachts abgesagt worden. Einer der TuS-Spieler war in der von einem Corona-Ausbruch betroffenen Hamburger Kneipe „Katze“. Das bestätigte ein Sprecher des Niendorfer Vorstands. Das Testergebnis des Spieler stehe noch aus. Das Spiel soll am Dienstag, den 29. September nachgeholt werden.

In der Bar „Katze“ im Hamburger Schanzenviertel waren mehrere Barmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Rund 600 Menschen kommen als mögliche Kontaktpersonen infrage. Etwa 500 Betroffene wurden bereits erreicht.

Corona-Leugner gehen in Hamburg auf die Straße

In Hamburg hat für Sonnabendnachmittag die Gruppe „Querdenken 40“ zu einer Kundgebung am Jungfernstieg aufgerufen, um für die Aufhebung der Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Polizei erwartet etwa 950 Teilnehmer werden erwartet. Bei Kundgebungen der Gruppe waren in der Vergangenheit immer wieder auch Rechtsextremisten zugegen. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat zeitgleich eine Gegenkundgebung am Neuen Jungfernstieg angemeldet.

Angesichts der Corona-Krise wollen Linke am Abend unter dem Motto „Wer hat, der gibt“ unter anderem durch den Nobelstadtteil Pöseldorf ziehen.

Verschärfte Coronaregeln nach Überschreiten des Grenzwerts

Nachdem die Corona-Infektionszahlen im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg die Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten haben, gelten in den Gemeinden Löningen, Lastrup, Essen und Lindern wieder verschärfte Corona-Regeln. Treffen mit mehr als sechs Menschen aus mehr als zwei Haushalten sind dort ab Sonnabend wieder untersagt, wie Landrat Johann Wimberg (CDU) am Freitag in Cloppenburg mitteilte. Verwandte sind davon jedoch ausgenommen.

In den betroffenen Gemeinden müssen zudem alle Gaststätten ab 22.00 Uhr schließen. Im gesamten Kreisgebiet werden darüber hinaus bis bis auf Weiteres die Ausübung von Mannschaftssport sowie jegliche Zusammenkünfte in Vereinsheimen, Dorfgemeinschaftshäusern und ähnlichen Räumlichkeiten verboten.

Dänemark verschärft seine Coronaregeln

In Dänemark werden die wegen steigender Corona-Zahlen geltenden Beschränkungen für den Raum Kopenhagen auf das ganze Land ausgeweitet und um weitere Maßnahmen ergänzt. Landesweit müssen Restaurants, Cafés und Kneipen ab Sonnabend bereits um 22.00 Uhr schließen, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekanntgab. Auch private Feiern sind von der Sperrstunde betroffen. In allen Lokalen muss außerdem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden – dieser darf wie in Deutschland abgesetzt werden, sobald man am Platz sitzt.

Die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen werde auf 50 Personen herabgesetzt, sagte Frederiksen. Ausnahmen davon gebe es für Veranstaltungen mit bestimmten Sitzplatzkapazitäten, etwa Fußballspiele. Arbeitnehmer forderte Frederiksen auf, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Soziale Kontakte sollen generell begrenzt, der öffentliche Nahverkehr in den Hauptverkehrszeiten vermieden werden. Die Maßnahmen sollen vorläufig bis zum 4. Oktober gelten.

„Wir sind auf dem Weg in den Herbst und Winter und damit auch auf dem Weg in eine neue Phase im Kampf gegen Corona“, sagte Frederiksen. Jetzt gehe es darum, die Infektionszahlen wieder herunterzubringen. Zugleich machte sie klar, dass sich Dänemark nicht in derselben Situation wie am 11. März befinde. Dänemark hatte die Corona-Krise damals in der ersten Hochphase mit frühzeitigen und strikten Maßnahmen recht zügig in den Griff bekommen. Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen im nördlichsten deutschen Nachbarland aber wieder an.

Gäste der Feier von Andy Grote bleiben straffrei

Die Feier mit rund 30 Gästen, mit der Andy Grote (SPD) seine erneute Vereidigung als Innensenator beging und damit gegen die von ihm selbst erlassenen Corona-Regeln verstoßen hat, bleibt für die Besucher des Umtrunks ohne Konsequenzen.

Niedersachsen will Discos und Clubs wieder öffnen – wenn die Zahlen stimmen

Das Land Niedersachsen plant einen umfangreichen Katalog von Lockerungen der Corona-Maßnahmen – wenn die Infektionszahlen nicht weiter steigen. Es gebe einen Entwurf der Verordnung, über den vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen nachgedacht werde, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Vor Inkrafttreten möglicher Lockerungen der niedersächsischen Corona-Verordnung will die Landesregierung das Infektionsgeschehen genau beobachten und prüfen.

Der Entwurf werde gerade mit den Ministerien und den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt. „Wir sind uns der Gefahr sehr bewusst.“ Sollten die Zahlen nicht weiter ansteigen, könnten unter anderem Discos und Clubs in Niedersachsen wieder öffnen, wenn auch mit starken Einschränkungen: Laut dem der dpa vorliegenden Entwurf wäre die Gästezahl auf 100 in Innenräumen (200 bei Veranstaltungen unter freiem Himmel) begrenzt, zudem gelte ab 18 Uhr ein Alkoholverbot.

Auch Privatfeiern könnten von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlaubt sein, wenn alle Teilnehmer die ganze Zeit sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, wären drinnen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt.

Auch andere Veranstaltungen sollen bald mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Märkte können dem Entwurf zufolge auch mit mehr als 500 Menschen erlaubt werden - dann müssten sich die Veranstalter aber eine Genehmigung holen, die widerrufen werden kann, wenn sich die Lage ändert.

Hamburger Club Logo von Schließung bedroht – 50.000 Euro Spenden

Das Logo ist einer der ältesten durchgängig betriebenen Liveclubs Hamburg – doch die Corona-Krise bereitet auch dem seit 1974 bestehenden Club an der Grindelallee Probleme: Das Logo wirbt per Crowdfunding um Unterstützung und hat so bereits 50.000 Euro Spenden eingesammelt.

Krisengipfel im Rathaus: Tschentscher trifft sich mit Großkonzernen

Nachdem sich Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im August bereits mit Vertretern kleiner und mittlerer Hamburger Unternehmen getroffen hatte, um mit ihnen die Auswirkungen der Corona-Krise zu besprechen, folgt nun der zweite Krisengipfel im Rathaus: Am kommenden Mittwoch sind Vertreter der Hamburger Großkonzerne zu einem Gespräch eingeladen, "um ein authentisches Stimmungsbild einzuholen".

Am selben Tag trifft sich der Bürgermeister auch mit Vertretern der Eventbranche, um mit ihnen gesondert über die Corona-Krise zu sprechen, unter anderem, um über die Wirkung der Hilfsprogramme zu sprechen.

Landkreis in Niedersachsen überschreitet Grenzwert

Im Landkreis Cloppenburg ist am Freitag ein wichtiger Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten worden. In den vergangenen sieben Tagen seien auf 100 000 Einwohner 61,5 neue Infektionen bekanntgeworden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 müssen verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Einen automatischen Lockdown im Kreis Cloppenburg werde es wohl nicht geben, sagte Ministeriumssprecher Oliver Grimm. Es gebe aber in einigen Bundesländern die Regel, dass dort Menschen aus Kreisen mit zu hohen Infektionszahlen nicht mehr übernachten dürften.

Der Landkreis warnte seine Bewohner vor möglichen Problemen, in andere Regionen zu fahren. „Das Überschreiten dieser kritischen Marke kann zu Einschränkungen bei privaten oder beruflichen Reisen in Gebiete außerhalb des Landkreises Cloppenburg führen“, hieß es. „Auch die Ausübung des Berufs außerhalb des Landkreises könnte für Pendler ein Problem darstellen.“ Die Bürger sollten sich über die Bestimmungen am Zielort erkundigen. „Es kann unter anderem vorkommen, dass am Zielort für den Aufenthalt oder eine berufliche Tätigkeit ein negatives Covid-19-Testergebnis vorgelegt werden muss.“

Aktuell wurden von Donnerstag auf Freitag (Stand 9.00 Uhr) 28 neue Infektionen im Kreis Cloppenburg gemeldet. Der Anstieg im Landkreis geht vor allem auf Ausbrüche in der Stadt Löningen zurück. Dort war vergangene Woche fast eine komplette Fußballmannschaft samt Trainer positiv getestet worden, es gab nach Angaben des Kreises auch Fälle in einem Altenheim und in Schulen. Am zweitstärksten betroffen in Niedersachsen war am Freitag die kreisfreie Stadt Peine mit rechnerisch 24,5 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Corona in Hamburg - die Bilder zur Krise

65 Neuinfektionen und ein Todesfall in Hamburg

In den vergangenen 24 Stunden sind in Hamburg 65 weitere Corona-Fälle registriert worden, damit steigt die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 7074 – von diesen gelten 6100 als geheilt. Ein weiterer Todesfall wurde laut dem Institut für Rechtsmedizin auf das Coronavirus zurückgeführt, damit steigt die Zahl der Toten auf 239. Bislang acht Fälle gehen auf den Corona-Ausbruch in der Bar Katze im Schanzenviertel zurück, nach Auskunft der Sozialbehörde sind vier von ihnen am Donnerstag, die anderen vier in den aktuellen Zahlen erfasst worden.

Derzeit werden in Hamburg 30 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, sechs von ihnen zeigen so schwere Symptomen, dass sie auf der Intensivstation liegen.

Corona-Ausbruch in der Katze: Gäste werden kontaktiert

Das Gesundheitsamt des für die Bar Katze im Schanzenviertel zuständigen Bezirks Altona kommt bei der Kontaktaufnahme mit eventuell infizierten Gästen voran: Die rund 500 Menschen, die ihre tatsächlichen Kontaktdaten hinterlassen hatten, seien inzwischen alle erreicht worden, heißt es am Freitagmorgen. Auch bei der eigens eingerichteten Hotline, bei der sich Gäste melden können, die auf den Kontaktlisten Fantasienamen hinterlassen hatten, käme man voran, es hätten sich schon einige Menschen gemeldet.

Alle Gäste müssen zusätzlich ein sogenanntes Kontakttagebuch vorlegen, in dem alle Personen verzeichnet sind, mit denen sie in den fünf Tagen vor Beginn der angeordneten Quarantäne Kontakt hatten, berichtet die "Welt". Ein solches Kontakt-Tagebuch hatte der Virologe Christian Drosten vor einem Monat in einem Gastbeitrag bei der "Zeit" als Mittel vorgeschlagen, um Infektionsketten zu durchbrechen. "Jeder Bürger sollte in diesem Winter ein Kontakt-Tagebuch führen", empfiehlt Drosten.

Nachdem vier Corona-Fälle beim Personal der Bar bekannt geworden waren und aktuell vier Gäste bekannt sind, die sich ebenfalls angesteckt hatten, ruft die Stadt weiter alle Menschen auf, die am 5., 8. oder 9. September in der Katze waren und keine oder falsche Kontaktdaten hinterlassen haben, sich unter der Rufnummer 040 42811-2000 zu melden. Es droht kein Bußgeld. Der Sprecher der Gesundheitsbehörde weist aber darauf hin, dass es in den Bereich der "fahrlässigen Körperverletzung" fallen könne, wenn sich jemand nicht melde und andere Menschen anstecke.

Kinderdank für Ärzte in Corona-Zeiten

An einer Litfasssäule im S-Bahnhof Hammerbrook hat ein unbekanntes Kind einen Dank an alle Ärzte, "die uns in der Corona-Zeit helfen" hinterlassen. Das selbstgemalte Plakat entdeckte Katrin Schmieder, Leiterin der DAK Hamburg und teilte es bei Twitter mit dem Kommentar "Manchmal sind es die Kleinigkeiten".

Coronaregeln: Niedersachsen plant weitreichende Lockerungen

In Niedersachsen sollen Privatfeiern von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlaubt sein, wenn alle Teilnehmer durchweg sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, sind drinnen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer ohne Genehmigung erlaubt. Das geht aus dem neuen Entwurf für die Corona-Verordnung hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Der Entwurf für die neue Verordnung ist derzeit noch in der Abstimmung zwischen den Ministerien.

Auch andere Veranstaltungen sollen mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Märkte können dem Entwurf zufolge auch mit mehr als 500 Menschen erlaubt werden - dann müssen sich die Veranstalter aber eine Genehmigung holen, die widerrufen werden kann, wenn sich die Corona-Lage ändert. Auch Discos und Clubs sollen wieder öffnen dürfen - draußen mit bis zu 200 Menschen, in Innenräumen mit maximal 100 Personen und einem Alkoholverbot ab 18 Uhr, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Generell sollen die Regeln einfacher werden - „Bierdeckel statt Steuergesetz“ heißt es dazu in der sogenannten Herbststrategie des Landes.

„Um die Auswirkungen dieser erheblichen Lockerung auch evaluieren zu können, dürfen zunächst nur Genehmigungen für Veranstaltungen bis zum Ende des Jahres erteilt werden“, heißt es in dem Papier weiter. In dieser Zeit sollen die neue Regeln erprobt werden.

Bei Großveranstaltungen, die mit mehr als 500 Teilnehmern genehmigt werden, dürfen höchstens 30 Prozent der Sitzplätze unter Einhaltung der Abstandsregeln belegt werden. Außerdem soll es auch dabei voraussichtlich ein Alkoholverbot ab 18 Uhr geben. Ferner werden vom Veranstalter Lüftungskonzepte, personifizierte Sitzplätze und diverse andere Zugangs-, Pausen-, Sanitär- und Hygienekonzepte verlangt. Der Abstand bei Sitz-Veranstaltungen bleibt weiter bei 1,50 Meter.

Je nach Infektionsgeschehen sind weiter Verschärfungen der Corona-Regeln, kollektive Quarantänemaßnahmen oder ein kompletter Shutdown in einzelnen Regionen denkbar. „Erst wenn dieses gestufte Handlungskonzept nicht mehr greift, können landesweite Verschärfungen bis hin zu einem erneuten Shutdown in Erwägung gezogen werden“, heißt es in der Herbststrategie.

Coronakrise Hauptthema bei Parteitag der Hamburger Grünen

Bei einem kleinen Parteitag wollen die Grünen am Freitagabend im Hamburger Bürgerhaus Wilhelmsburg über die aktuelle politische Lage diskutieren. Schwerpunkt wird dabei die Corona-Krise sein. In dem Antrag „Krisenfest, demokratisch und sozial - Hamburg in Zeiten der Pandemie“ heißt es, Corona wirke wie ein Brennglas für bereits vorher bestehende Probleme. Die Corona-Krise sei deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf dem Parteitag soll auch über Lehren aus der Corona-Pandemie für Hamburgs Schulen debattiert werden.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

38 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 38 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Epidemie im Norden erhöhte sich damit auf 4349, wie aus den am Donnerstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Mittwoch waren 23 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

Aktuelle Reisewarnungen - Wien, Amsterdam, Budapest
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In Krankenhäusern wurden am Donnerstag sieben Corona-Patienten behandelt, einer weniger mehr als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen. Gleichzeitig ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Covid-19-Infektionen weltweit auf mehr als 30 Millionen angestiegen.

Gewerkschaft: Arbeitsbelastung von Lehrern in der Corona-Krise steigt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Belastung von Lehrerinnen und Lehrern in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Die Arbeitsbelastung sei schon vor der Krise hoch gewesen, aber während der Pandemie habe die Belastung noch einmal zugenommen, warnte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth im Gespräch mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). „Viele Lehrkräfte sind am Rande ihrer Kräfte und völlig erschöpft.“ Vor allem die Berufsschulen stünden „kurz vor dem Kollaps“, weil dort der Lehrermangel seit jeher besonders groß und die Klassen voll seien.

Belastend wirke sich aber unter anderem aus, dass die Lehrkräfte die Einhaltung der Hygienevorschriften „ständig kontrollieren müssen“. Sie müssten Kinder vom Schulhof abholen und in den Klassenraum bringen, sie müssten zudem überprüfen, dass die Schüler den Sicherheitsabstand einhielten. Und die Mühe scheine umsonst, wenn „die Schüler die Schule verlassen haben und in den überfüllten Schulbussen sitzen“.

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Auch kritisierte sie, das Land habe keine Lehren aus den vergangenen Monaten gezogen - man lerne besser in kleinen Lerngruppen und Schüler freuten sich über Rückmeldungen der Lehrer zu ihren Online-Aufgaben. Es sei ein Vorurteil, dass Lehrer im Homeoffice „abgetaucht“ seien. „Wie engagiert sie sind, zeigt doch auch, dass eigentlich 17 Prozent der Lehrkräfte zur Corona-Risikogruppe gehören und zu Hause bleiben könnten, tatsächlich aber nur 6 Prozent auch davon Gebrauch machen.“

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