Historischer Ort

Tschentscher besucht Deutsche Botschaft in Prag

Bürgermeister Tschentscher  ist zu Besuch in der Deutschen Botschaft in Prag (Symbolbild).

Bürgermeister Tschentscher ist zu Besuch in der Deutschen Botschaft in Prag (Symbolbild).

Foto: picture alliance / dpa

Im Oktober ist der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Das nahm der Bürgermeister zum Anlass, um Hamburgs Partnerstadt zu besuchen.

Hamburg/Prag.  Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist am Sonntagmorgen in Hamburgs Partnerstadt Prag gereist. Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit im Oktober besichtigte er am Nachmittag die Deutsche Botschaft – ein denkwürdiger Ort. Tausende DDR-Flüchtlinge hatten im Herbst 1989 auf dem Gelände der Botschaft Schutz gesucht, bevor der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der Botschaft eine Einigung mit der DDR-Führung und den Ost-Staaten verkünden konnte. „Ein besonderer Moment der deutschen Geschichte“, wie Tschentscher sagte. „Die Ereignisse im Herbst 1989 führten zum Fall der Mauer und bereiteten den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands.“

Seit 30 Jahren sind Hamburg und Prag über eine Städtepartnerschaft verbunden

Im Anschluss folgte gestern ein Rundgang durch das Jüdische Viertel mit einem Besuch des Jüdischen Friedhofs und der Pinkas-Synagoge. Prag hat eine der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden Europas. Am Abend wollte Tschentscher gemeinsam mit dem tschechischen Kulturminister Lubomír Zaorálek und dem Vorsitzenden der Föderation der jüdischen Gemeinden in der Tschechischen Republik, Tomáš Kraus, die Konzertreihe „musica non grata“ in der Prager Staatsoper eröffnen.

Tschentscher vertrat dabei Außenminister Heiko Maas (SPD), der aufgrund aktueller Entwicklungen nicht teilnehmen konnte. Seit 30 Jahren sind Hamburg und Prag über eine Städtepartnerschaft verbunden. Sie wurde am 19. April 1990 vom damaligen Bürgermeister Henning Voscherau und Prags Primator Jaroslav Korán geschlossen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs knüpften beide Städte an ihre historischen Beziehungen an und setzten sich aktiv dafür ein, die Teilung zwischen Ost- und Westeuropa zu überwinden.