Hamburg

Senat: Zusätzlich 25 Millionen für Umsetzung des Klimaplans

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) will zusätzlich 25 Millionen in die Umsetzung des Hamburger Klimaplans investieren (Archivbild).

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) will zusätzlich 25 Millionen in die Umsetzung des Hamburger Klimaplans investieren (Archivbild).

Foto: picture alliance/dpa

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) will "keine Zeit verlieren". Sieben Millionen Tonnen CO2 sollen damit bis 2030 eingespart werden.

Hamburgs rot-grüner Senat steckt in diesem Jahr zusätzlich 25 Millionen Euro in die Umsetzung des Klimaplans der Hansestadt. "Es ist entscheidend, dass wir keine Zeit verlieren und mit der Umsetzung des Klimaplans weitermachen, denn der Klimawandel wartet nicht auf uns", erklärte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag nach einem entsprechenden Senatsbeschluss.

Senat investiert zusätzlich 25 Millionen in Klimaplan

"Gleichzeitig kurbeln wir mit dieser zusätzlichen Finanzierung die Wirtschaft an und erhalten Arbeitsplätze in Hamburg", so Kerstan. Nun gelte es, auch für die kommenden Jahre die Finanzierung des im Dezember 2019 beschlossenen Klimaplans und die Umsetzung des neuen Klimaschutzgesetzes zu sichern.

Mit den Maßnahmen sollen bis 2030 etwa sieben Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart werden. Um das Ziel zu erreichen, die CO2-Emissionen Hamburgs bis dahin um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, sollen zwei bis drei Milliarden Euro in den Klimaschutz investiert werden. Die Stadt soll deutlich vor 2050 klimaneutral werden.

Kritik an Investition von den Linken

Kritik kam von den Linken. Solch ein Klima-Konjunkturprogramm sei nur sinnvoll, "wenn dahinter ein Konzept zu erkennen ist - und das gibt es bislang noch immer nicht", sagte der umweltpolitische Sprecher der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Stephan Jersch. "Solange der Senat an klimapolitischen Großsündern wie den Flugverkehr mit Scheuklappen vorbeigeht, reichen punktuelle Maßnahmen nicht aus."

Laut Jersch hätten im Wahlkampf Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Senator Kerstan "immer wieder um die besten Klimaschlagzeilen gebuhlt". Nach der Wahl stehe "der Senat wieder auf der Bremse". So sei sei es fatal, die Klimaneutralität der Stadt lediglich "deutlich vor 2050" anzustreben. Dass der Senat 2035 als letzten wirksamen Termin für die Klimaneutralität ignoriere, "ist eine gruselige Aussicht".