Hamburg

Eppendorfs erste Unterkunft für Flüchtlinge ist fertig

Flüchtlinge aus Syrien bei ihrer Ankunft in einer Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild).

Flüchtlinge aus Syrien bei ihrer Ankunft in einer Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild).

Foto: Bodo Schackow / dpa

An der Loogestraße ziehen besonders schutzbedürftige Frauen und ihre Kinder ein. Die Unterkunft wird stark gesichert sein.

Hamburg. Eppendorfs erste Unterkunft für Geflüchtete ist nach knapp einem Jahr Bauzeit fertig. Anfang Mai sollen die drei Gebäude an der Loogestraße, direkt am Bahndamm der Linie U 3, bezogen werden. Dort werden künftig besonders schutzbedürftige Frauen und Mütter mit ihren Kindern leben.

Die Einrichtung hat 102 Plätze und wird von „Fördern & Wohnen“ betrieben. Als einzige Hamburger Unterkunft wird sie durch Wachpersonal und einen deutlich höheren Zaun als üblich gesichert.

Coronapandemie: Einzug schrittweise und kontaktlos

Wegen der Coronapandemie erfolgt der Bezug nur schrittweise und so kontaktlos wie möglich. „Leider bremst Covid-19 auch die Integrationsbemühungen der Nachbarschaft etwas aus“, sagt Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz.

Ein für Mitte März geplantes Auftakttreffen musste coronabedingt abgesagt werden, ein neuer Termin für den ersten runden Tisch soll aber beizeiten bekannt gegeben werden.

Besondere Schutzbedürftigkeit der Bewohnerinnen

Die Sozialbehörde möchte wegen der besonderen Schutzbedürftigkeit der Bewohnerinnen keine weiteren Angaben zur Unterkunft machen. Ein Sprecher des Zentralen Koordinierungsstabes Flüchtlinge (ZKF) hatte 2019 gesagt: „Der Schutzbedarf der Frauen, Mütter und Kinder kann durch das kleine Grundstück mit zwei Gebäuden und klar definierten Grenzen gut abgebildet werden.“

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Bei den Schutzsuchenden soll es sich um von Gewalt betroffene oder akut bedrohte Frauen und Kinder, um Frauen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen sowie um allein reisende Frauen handeln. In der Unterkunft sollen sie ein eigenständiges Leben führen und sich selbst versorgen.