Pandemie

Corona-Quarantäne? Die besten 22 Spiele gegen Langeweile

Freie Zeit wegen Corona? Mit Spielen lässt sich hervorragend die Zeit vertreiben (Symbolbild).

Freie Zeit wegen Corona? Mit Spielen lässt sich hervorragend die Zeit vertreiben (Symbolbild).

Foto: Getty Images

Ob Brettspiel, Kartenspiel oder Handy-App: Die Favoriten der Abendblatt-Redakteure für die kommenden Wochen daheim.

Hamburg. Was tun, damit einem in diesen Corona-Zeiten nicht die Decke auf den Kopf fällt? Ausflüge an die Küste sind ja ebenso tabu wie Treffen mit Freunden oder Klettern auf dem Spielplatz. Wer nun also fast den ganzen Tag daheim mit seinen Liebsten hockt, der braucht dringend Abwechslung. Und dafür bieten sich natürlich auch Spiele an, ob mit Figuren und Brettern, mit Karten oder als Handy-App.

„Mensch ärgere Dich nicht“ hat wahrscheinlich jeder zu Hause und schon ein paarmal gespielt, und auch andere Klassiker wie Monopoly oder Kniffel erleben gerade eine ungeahnte Renaissance. Doch kennen Sie schon Spiele wie „Skyjo“, „Blokus“, „Lotti Karotti“, „Zug um Zug“ oder „Rechenkönig“?

Übrigens: Viele Hamburger Läden nehmen trotz Schließung Bestellungen an und liefern Spiele, Bücher usw. portofrei aus.

Blokus

Wer jemals einen Gameboy in den Händen hatte, kennt „Tetris“, jenes Computerspiel, wo aus herunterfallenden Bausteinen möglichst lückenlose Reihen gebildet werden sollen. „Blokus“ erinnert an „Tetris“, funktioniert aber ganz ohne Rechner als einfaches Legespiel.

Steine einer Farbe müssen so gelegt werden, dass sie sich an den Ecken berühren. Klingt einfach, ist aber eine enorme strategische Herausforderung. Es gibt sogar Weltmeisterschaften und Weltranglisten. „Blokus“ ist das perfekte Familienspiel, weil auch kleinere Kinder die Regeln sofort verstehen. Und sehr schnell sogar gewinnen.

Mattel, 29,99 Euro, 2 bis 4 Spieler, ab 5 Jahren. (P. Wenig)

Werwölfe

Es ist Nacht. Alle sitzen mit geschlossenen Augen am Tisch. Der Spielleiter beschwört die Werwölfe. Sie schlagen die Augen auf. Das Rudel wählt sein Opfer. Danach „schlafen“ sie wieder ein. Als Nächstes erwacht die Seherin und zeigt auf einen Spieler. Die Seherin weiß mehr als die übrigen Dorfbewohner. Auch, weil der Spielleiter ihren hellseherischen Fähigkeiten auf die Sprünge hilft und ihr die entsprechende Charakter-Karte der Person zeigt. Außerdem im Spiel: eine Hexe, ein Jäger, Amor, ein Dieb und ein Mädchen. Alle haben eine besondere Fähigkeit.

Der Tag erwacht, die Dorfbewohner jagen die Werwölfe – und die Werwölfe jagen die Dorfbewohner. Derjenige, der am glaubhaftesten lügt und andere beim Bluff ertappt, wird überleben. Die Werwölfe von Düsterwald kann in größeren Runden ab acht Teilnehmern gespielt werden. Das Grundspiel kann mit weiteren Varianten erweitert werden. Das Gesellschaftsspiel von Philippe des Phallières und Hervé Marly mit Illustrationen von Alexios Tjoyas ist mittlerweile ein Klassiker.

Ab ca. 10 Euro, ab 10 Jahren. (A. Dewitz)

Dobble

Spiele, die für alle Altersstufen gleichermaßen spannend sind, gibt es nicht viele. Doch dazu gehört „Dobble“, das außerdem noch wunderbar für unterwegs geeignet ist. Es geht um gutes Beobachten und schnelle Reaktionen. 55 runde Karten gibt es, darauf sind jeweils acht von 57 unterschiedlichen Symbolen zu sehen.

Verteilt sind sie so, dass es bei zwei Karten immer genau eine Entsprechung gibt. Bei Spielbeginn bekommt jeder Mitspieler eine Karte, dann wird eine in die Mitte gelegt und los geht’s – wer findet zuerst sein entsprechendes Symbol, ruft schnell das Wort? Es gibt zahlreiche Spielvarianten, Teambildungen sind möglich. Neben der klassischen Version sind auch „Dobble Star Wars“ und „Dobble Kids“ erhältlich.

Asmodee Verlag, 9,99 Euro, 2 bis 8 Spieler, ab 6 Jahren. (C. Greite)

Klappbrett

Ein tolles Würfelspiel ab 5 Jahren für die ganze Familie, bei dem die Kinder quasi spielerisch das Rechnen lernen – oder verbessern. Die auf kleinen Holztafeln aufgetragenen Zahlen von 1–9 lassen sich einzeln umklappen. Das Ziel: mit zwei Würfeln möglichst viele Tafeln umzuklappen. Wer eine 9 würfelt, kann die 9 umklappen – aber auch jede andere mögliche Kombination (1+8/2+7/2+3+4).

Man darf pro Runde so lange würfeln, bis es nicht mehr geht. Bleiben dann etwa 2, 5 und 9 übrig, bekommt man 259 Minuspunkte. Die Zahl der Runden wird vorher festgelegt. Wer alle Tafeln „umwürfelt“, hat sofort gewonnen, egal, wie viele Minuspunkte er vorher gesammelt hat.

Natural Games, 12,99 Euro, 1 bis 4 Spieler pro Brett, ab 4 Jahren. (J. Haarmeyer)

Qango

Ein Strategiespiel für zwei Spieler in der Tradition von „Vier gewinnt“, mit einfachen Regeln für den schnellen Einstieg. Für Taktiker gibt es Zusatzregeln, die ausgefeiltere Strategien erfordern.

Außerdem kommt es in einem coolen Disco-Look daher. Entwickelt hat „Quango“ der Hamburger Klaus Burmester.

Erhältlich ist das Spiel im Internet über www.qango.de oder im Fachhandel, ca. 19,99 Euro, von 7 bis 99 Jahren. (B. von Nethen)

Dixit

Journalisten und Lehrer haben es bei „Dixit“ nicht leicht. Schließlich neigen beide Berufsgruppen dazu, die Welt möglichst genau erklären zu wollen. Und das ist bei diesem strategischen Kartenspiel gerade nicht gefragt. Wer an der Reihe ist, muss eine seiner sechs Handkarten nämlich mit wenigen Worten so beschreiben, dass die Mitspieler sie zwar herausfinden, aber ebenfalls auf eine der Karten hereinfallen könnten, die sie selbst auf diese Beschreibung hin ablegen.

Punkte gibt es nur, wenn mindestens einer getäuscht wird, aber auch nicht alle falsch liegen. Klingt kompliziert, ist es aber mit ein wenig Übung gar nicht. „Dixit“ stellt hohe Anforderungen an Ausdrucksvermögen und Fantasie, aber ist ein großer Spaß für alle Altersklassen – und verzaubert dank der unglaublich vielschichtigen Illustrationen stets aufs Neue.

Verlag Libellud, ab 22,90 Euro, 3 bis 6 Spieler, ab 8 Jahren. (B. Jensen)

Monopoly

Der Klassiker unter den Brettspielen, bei dem jeder mal Großgrundbesitzer spielen und mit viel Geld hantieren darf. Wer ergattert die meisten Bahnhöfe, wer hat zuerst alle Straßen einer Farbgruppe und kann die ersten Häuser bauen? Nicht ohne Grund spielen Familien seit über 80 Jahren Monopoly, obwohl es immer mal wieder vorkommen soll, dass Spielbrett, Häuser und Geldscheine über den Wohnzimmertisch fliegen.

Ist ja auch ärgerlich, wenn Mama die Miete für Schlossallee und Parkstraße kassiert. Dennoch bekommen auch schon Erstklässler nie genug von dem Spiel. Und kleinere Geschwister können besänftigt werden, indem sie die Bank verwalten dürfen. Wer pubertierende Familienmitglieder hat: Es gibt auch die Monopoly-Edition „Fortnite“.

Hasbro, ab 21,99 Euro, 2 bis 4 Spieler, ab 8 Jahren. (F. Coesfeld)

Rubik’s Cage

Wenn Zauberwürfel und „Tic Tac Toe“ zu einem Spiel kombiniert werden, kann das Ergebnis einfach nur großartig sein. „Rubik’s Cage“ ist ein spannendes Logikspiel für alle, die gerne tüfteln. Ziel ist es, jeweils drei Steinchen der gleichen Farbe in einer Reihe zu platzieren. Was sonst bei zwei Dimensionen schon schwierig genug ist, wird in dem dreidimensionalen Würfelkonstrukt zu einer echten Herausforderung.

Denn die einzelnen Ebenen des Käfigs können gedreht – oder der ganze Würfel auf den Kopf gestellt werden, sodass die Steine wieder in eine neue Anordnung kommen – und die Spieler ihre Strategie ständig neu überdenken müssen.

Jumbo Spiele, ca. 15 Euro, 2 bis 4 Spieler, ab 6 Jahren. (M. Opresnik)

Rommé

Gefühlt zuletzt gespielt, als Familienfotos aus dem Urlaub noch viereckig waren, einen weißen Rand hatten und nach einem Jahr gelb wurden. Dann der Sommerurlaub 2018 bei Freunden aus München. Die spielten Rommé zu Hause, im Biergarten, im Freibad – unermüdlich kloppten die beiden Töchter die Karten auf den Tisch. Seither sind wir infiziert. In Hamburg holten wir die alten Rommé-Karten von Oma Elschen aus dem Schrank. Die rochen muffig, hatten aber eine griffige Qualität. Dann ging’s los. Vierlinge sammeln, Folgen bilden, erst mit 40 Punkten rauskommen dürfen und Joker eintauschen. Dabei zusehen, wie meine Frau ein Oma-Blatt nach dem anderen bekommt.

Die Tochter, wie sie sich in der Tischkante festbeißt, weil ich ihr eine Karo-8 vor der Nase wegschnappe. Und dieses erhabene Gefühl erleben, wenn du schon nach dem Austeilen der Karten merkst: In drei Zügen mach ich Rommé-Hand. Das Spiel ist ebenso einfach wie spannend. Sogar Digital Natives mit geringer Aufmerksamkeitsspanne, die sonst maximal Uno länger als fünf Minuten hinbekommen und dafür Netflix und Handy kurz ignorieren, bleiben am Ball. In der Corona-Krise hat Rommé den unschlagbaren Vorteil, dass keiner merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Was? Schon halb zwei? Komm – lass noch ein Spiel machen!

ASS Altenburger, 110 Karten, ab ca. 3 Euro, bis 8 Spieler ab 8 Jahren. (A. Burgmayer)

Triominos

„Triominos“ ist für alle Spielefans, denen das bekanntere Domino inzwischen zu langweilig geworden ist. Statt mit rechteckigen Steinen wird mit dreieckigen Steinen gespielt, die mit jeweils drei Zahlen versehen sind. Dadurch gibt es viel mehr Kombinationsmöglichkeiten, was „Triominos“ deutlich spannender macht.

Auf jeden Fall ein unterhaltsamer Spaß für kleine Taktiker und Mathefüchse. Weil man nämlich auch ein wenig mitrechnen muss. Und die erzielten Resultate bei mehreren Durchgängen mit in die nächste Runde nehmen kann.

Goliath Verlag, ab 12,99 Euro, für 1 bis 4 Spieler ab 6 Jahren. (L. Kastendieck)

Zug um Zug

Europäische Metropolen verbinden – was für ein wichtiger Gedanke in diesen verrückten Zeiten. In der Europa-Edition des Spiele-Klassikers „Zug um Zug“ wird er Realität. Strategen sind klar im Vorteil. Wer erkennt, wie man am besten Bahnstrecken zwischen zwei Städten baut, gewinnt.

Etwas Glück gehört zwar auch dazu, der Faktor Fortune ist jedoch im Vergleich zu anderen Brettspielen erfreulich gering. Oder wie unsere Tochter gerne sagt: „Papa, du musst all deine Strecken immer im Auge haben.“ Das Spiel ist auch einfach schön anzuschauen. Und wer den letzten Stein auf der vorgegebenen Trasse legt, fühlt sich fast wie ein Pionier zu Beginn des Eisenbahn-Zeitalters.

Alan R. Moon, ca. 30 Euro, 2 bis 5 Spieler, ab 8 Jahren. (P. Wenig)

Wizard

Das Kartenspiel Wizard, erstmals 1984 herausgebracht, ähnelt Karten-Stich-Spielen wie Skat oder Doppelkopf in Uno-Optik. Gespielt wird mit 60 Karten: vier verschiedene Farben (Blau, Rot, Gelb und Grün) mit jeweils Zahlen von eins bis 13, vier Joker, Zauberer genannt, und vier neutrale Karten – die Narren. Die lustigen Illustrationen auf den Karten haben leider keine Bedeutung für das Spiel, bringen einen aber in den Runden zum Schmunzeln.

Es werden bis zu 24 Runden gespielt. Wer den höchsten Stich hat und vorher die Anzahl seiner Stiche richtig eingeschätzt hatte, gewinnt. Aber aufgepasst: Je mehr Karten in einer Runde verteilt werden, umso kniffliger wird es, einen Stich zu bekommen. Wer zuerst als Letzter auf dem „Block der Wahrheit“ steht, kann noch alle einholen.

Von Amigo, 7,99 Euro, ab 3 Spielern. Alters­empfehlung ab 10 Jahren. (A.-K. Köhn)

Kleine Fische

66 Karten – je sechs für zehn fantasievoll ausgedachte und aufgemalte Flossenfischarten sowie sechs fiese Krakenkarten – sind das Spielmaterial. Sie liegen mit dem Rücken nach oben auf dem Tisch. Der Spieler, der dran ist, zieht erst eine, dann weitere. Kleinere Fische einer Art zählen weniger Punkte (bzw. Muscheln in diesem Spiel), größere mehr. Dafür sind die großen seltener. Solange sich dieselbe Fischart im Netz nicht wiederholt, darf weitergefischt werden.

Wiederholt sie sich, ist der Fischzug vorbei. Die zwei gleichen und alle Fische dazwischen müssen abgegeben werden. Vorsicht ist also geboten, und zwar sowieso, denn zieht man den Kraken, ist der ganze Fang weg! Aber einer geht ja vielleicht noch, oder? Mit vereinfachten Regeln gut ab Vorschulalter spielbar. Mit vollen Regeln ab zweite Klasse. Selbst für Akademiker noch Spaß und Spannung garantiert.

Noris Verlag, ab ca. 7 Euro, 2 bis 4 Spieler, ab 6 Jahren. (L. Hansen)

Skyjo

Zwölf Spielkarten liegen vor einem, zehn davon verdeckt. Wie schaffe ich es, in möglichst wenigen Runden möglichst wenige Punkte zu haben? Zugegeben: Die Regeln für „Skyjo“ erschließen sich vielleicht nicht unmittelbar, aber versprochen: Es dauert nicht lange. Und es lohnt sich! Nach der ersten Runde ist schon stolz, wer nur noch 30 „Augen“ vor sich liegen hat. In der zweiten kommt schon einer auf unter 20, dann schafft jemand ein einstelliges Ergebnis, und dann ...

Genau, man will immer weiterspielen und mit Glück, Geschick und Taktik einmal im Minus landen – bei Kartenwerten von 12 bis minus 2 ist das möglich. Wenn der Erste (in diesem Fall der Verlierer) die 100 Punkte knackt, ist Game over. Dauert je nach Anzahl der Spieler ein bis zwei Stunden – man kann aber jederzeit abbrechen und den Spieler mit der geringsten Punktausbeute zum Sieger küren.

Das Spiel aus dem Hause Magilano kostet ca. 13 Euro, ist für Kinder ab 8 Jahren wie Erwachsene gleichermaßen fesselnd und ideal für vier Personen (theoretisch bis acht) – also perfekt für Familien in Quarantäne. (A. Dey)

Catan

Ende der 90er-Jahre habe ich das Brettspiel „Siedler von Catan“ geschenkt bekommen und war – darf man das noch schreiben? – sofort infiziert. Ob mit unseren Freunden oder den Kindern, ob mit vier oder sechs Personen, wir konnten das stundenlang leidenschaftlich spielen. Was den Reiz ausmacht? Durch die beliebige Anordnung der sechseckigen Landschaftsfelder ist jedes Spiel neu. Worum geht’s? Mit verschiedenen Rohstoffkarten Handelsstraßen zu bauen, Siedlungen oder Städte zu errichten oder mit Aktionskarten zur Rittermacht aufzusteigen, um möglichst schnell die Siegpunkte zu sammeln. Dabei gibt es, je nach Lage der eigenen Steine, nicht nur einen gewinnbringenden Weg.

Und welche Rohstoffe pro Runde verteilt werden, ist Würfelglück. Wer geschickt mit den Mitspielern handelt, kann sich auch so fehlende Karten besorgen. Nachdem 1995 das erste Spiel auf den Markt kam, folgten etliche spannende Erweiterungen wie „Seefahrer“ oder „Städte und Ritter“! Ehrlich gesagt: Das war mein (veralteter) Status bis diese Woche. Jetzt weiß ich: Es gibt nicht nur Deutsche Meisterschaften für „Catan“, so heißt das Spiel heute, sondern eine Unmenge an digitalen Spielmöglichkeiten. Nun zweifele ich, ob ich auch in die Onlinewelt hinabsteigen soll, weil ich ein leichtes Suchtopfer für diese Form des spannenden und kommunikativen Strategiespiels wäre. Aber jetzt hole ich erst mal mein verstaubtes altes Spiel aus dem Keller.

Kosmos, 26,95 Euro, 3 bis 4 Spieler ab 10 Jahren. (A. Laux)

Hunde-Memory

Mein Tipp: „Siehst du aus wie dein Hund?“ Ein Memory für Tierliebhaber, das dem Klischee gerecht wird, wonach Hundebesitzer aussehen wir ihre Lieblinge. Ist es reiner Zufall, oder steckt mehr dahinter? Bei diesem Memory jedenfalls sehen die Besitzer wirklich aus wie ihre Hunde.

Hier der sportliche Typ, der Ähnlichkeit mit seinem Windhund hat, dort die elegante Rothaarige und ihre gleichfarbige Irish-Setter-Hündin. Oder der niedliche Golden-Retriever-Welpe und seine Besitzerin, ein kleines Mädchen mit demselben unschuldigen Blick. Mein absoluter Favorit für kurzweilige Spielvergnügen, auch wenn ich gegen meine elfjährige Tochter immer verliere.

L. King Verlag, 15,90 Euro, ab 6 Jahren. (G. Wood)

Lotti Karotti

„Lotti Karotti“, das ist wie „Häschen in der Grube“ als Gesellschaftsspiel und ein großer Spaß schon für die Kleinsten. Und darum geht es: Die frechen Hasen veranstalten ein Wettrennen, Ziel ist die saftige Karotte oben auf dem Hügel. Karten zeigen an, wie schnell die bunten Häschen vorwärtshüpfen dürfen. Doch zieht ein Spieler eine Möhren-Karte, dann darf er „Karotti“ drehen – und plötzlich tun sich Löcher auf.

Plumps! Schon ist der erste Hase ausgeschieden … 2001 erschienen, hat sich das preisgekrönte Spiel seither mehr als fünf Millionen Mal verkauft. Kein Wunder. Allein wir haben es schon dreimal verschenkt. Denn kleine Spieler lieben den Möhrenhügel. Und die Tatsache, dass eine Runde maximal 15 Minuten dauert …

Ravensburger, ca. 16 Euro, für 2 bis 4 Spieler ab 4 Jahren. (V. Seifert)

Buchstabensalat

Das ist die wahrscheinlich lustigste (und lehrreichste) Art, am Rad zu drehen: „Verrückter Buchstabensalat“ ist ein Wortspiel für alle, die gerne mit Buchstaben hantieren. Ziel ist es, aus zwei vorgegebenen Buchstaben ein Wort zu bilden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Buchstaben am Anfang des Wortes, mittendrin oder am Ende stehen. Die Buchstaben werden mithilfe einer Drehscheibe und durch Zufallsprinzip ermittelt, sodass es zu recht einfachen Kombinationen kommen kann (L und P, mit denen sich beispielsweise Lampe, Planet, Palast oder Paul bilden lässt) – aber auch zu verrückten Buchstaben-Duos (Q und K), die innerhalb von Sekunden in einem Wort verarbeitet werden müssen.

Zu lange überlegt werden darf nicht, denn die Zeit tickt. Für jedes richtige Wort gibt es einen Spielchip. Wer am Ende die meisten Chips hat, der – klar - gewinnt! „Verrückter Buchstabensalat“ vereint Spielen und Lernen und macht einfach Spaß – und das ganz ohne Tablet und Computer. Noch nicht einmal eine Batterie wird benötigt, und die Regeln des Spiels erschließen sich in wenigen Minuten. Das Beste: Selbst Abc-Schützen haben ihren Spaß an der Wortsuche und lernen nebenbei spielerisch viel über Sprache. Tipp: Für Leseanfänger den Timer ausschalten, damit sie genug Zeit für die Suche haben. Wer den Schulausfall also spielerisch überbrücken will – „Verrückter Buchstabensalat“ ist die lustigste Art, zu Hause Deutsch zu büffeln.

Goliath, ca.18 Euro, 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahren. (M. Opresnik)

Quizduell

Garantiert nicht ansteckend (solange das eigene Smartphone sauber ist), nie langweilig und die perfekte Ablenkung: Die Quizduell-App ist wie gemacht für Zeiten wie diese. Wer den Spiele-Klassiker, den es schon seit 2013 gibt, noch nicht kennt: einfach gratis im App­store runterladen, Nickname plus Passwort festlegen – und los geht’s!

Jedes Spiel hat sechs Runden mit je drei Fragen. Das Beste: Man kann gegen einen zufällig ausgewählten Mitspieler antreten – oder gegen eine(n) namentlich bekannte(n) Freund(in), wenn er/sie ebenfalls registriert ist. Etwas nervig ist nur die Werbung zwischen den Spielrunden, die sich aber stummschalten und nach wenigen Sekunden abbrechen lässt. (N. Raap)

Domino Maze

Wenn Kinder bei Domino eher an den Pizza-Lieferdienst denken als an das gleichnamige Spiel, dann ist es höchste Zeit für die Neuauflage des Klassikers: „Domino Maze“ – ein Logikspiel aus der Reihe „Thinkfun“ für kleine und große Denker. Das Solospiel, das allein gespielt werden kann (großer Vorteil in Zeiten von Corona!), greift das bekannte Dominoprinzip auf. Ziel ist es, verschiedene Dominosteine auf einem Brett so zu positionieren, dass beim Umstoßen eines Steins eine Kettenreaktion erzielt wird und am Ende alle Steine umfallen. Klingt leicht (und ist es am Anfang auch), doch die Aufgaben werden immer kniffeliger.

Insgesamt gibt es vier Schwierigkeitsstufen mit 60 Aufgabenkarten. Im Unterschied zum herkömmlichen Domino gibt es in der Neuauflage diverse Sondersteine wie Treppen, Drehkreuze und Zieltore, die das Spiel noch vielfältiger und spannender machen. Und auch wenn Domino Maze auf einen Spieler ausgelegt wird, können mehrere gemeinsam tüfteln – oder sich einfach selbst Dominostein-Formationen ausdenken. In dem Sinne: An die Steine – fertig – los!

Ravensburger/Thinkfun, ca. 35 Euro, ab 8 Jahren. (M. Opresnik)

Kniffel

Clever knobeln mit Köpfchen – die Werbung für dieses weltweit beliebte Würfelspiel ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Der Spaß daran nicht. Kniffel wird in unserer Familie schon seit mehreren Generationen gespielt: Ich kenne es von meinen Großeltern (die es auf Plattdeutsch gespielt haben, was sehr lustig klang). Und auch bei Zugreisen durfte der lederne Kniffelbecher nicht fehlen. Dazu fünf Würfel, Spielblock, Stifte.

Jeder Spieler hat drei Würfe frei, mit denen er bestimmte Vorgaben auf dem Block erfüllen muss: die Kleine Straße oder Full House etwa. Königsdisziplin ist natürlich der Kniffel: fünf Würfel mit der gleichen Augenzahl. Dafür gibt es 50 Punkte. Wer die meisten Punkte eingesammelt hat, ist Sieger. So wird ganz nebenbei das Rechnen geschult. Und die beiden Söhne, die im Team gegen mich spielen, sind auf einmal nicht mehr Kontrahenten, sondern freuen sich, wenn es am Ende heißt: „Ihr habt mich mal wieder haushoch geschlagen!“

Schmidt Spiele, ab ca. 22 Euro, 2 bis 8 Spieler, ab 8 Jahren. (V. Fengler)

Rechenkönig

Dieses Spiel bringt Leben in die Bude! Meine drei- und fünfjährigen Enkel wollen sich quasi übertrumpfen, wer schneller das Ergebnis herausfindet, wobei der Dreijährige sich an den Symbolen orientiert und durchaus mithalten kann.

Die Finger werden abgezählt und zu Hilfe genommen, und die Figur des Rechenkönigs ist der Hit. Passen seine grauen Füße in die Löcher der Karten, geht die Rechnung auf. So können die Kinder sofort prüfen, ob ihre Lösung stimmt. Ein spannendes Lernspiel mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Von Haba, die kleine Version von 1 bis 10 (auch im Abendblatt-Shop erhältlich) kostet ab 7,50 Euro, mit Rechnen bis 20 ab 14,99 Euro. Geeignet für 1 bis 6 Spieler von 5 bis 8 Jahren. (B. Geise)

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