Hamburg

Wirtschaft begrüßt Hilfsplan, Opposition ist noch skeptisch

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André Mücke, Vizepräses der Handelskammer Hamburg

André Mücke, Vizepräses der Handelskammer Hamburg

Foto: Roland Magunia

CDU-Fraktionschef Thering: „Das kann nur der Anfang sein“ – Reaktionen auf das Zehn-Punkte-Paket des Hamburger Senats.

Hamburg.  André Mücke, Vizepräses der Handelskammer Hamburg: „Das Zehn-Punkte-Programm des Hamburger Senats ist ein starkes Signal in die Hamburger Wirtschaft und beinhaltet wichtige Einzelmaßnahmen, um eine drohende Insolvenzwelle in ihrer Wucht zu begrenzen. Besonders erfreulich sind die direkten und nicht rückzahlbaren Finanzhilfen, die schnell und unbürokratisch die Unternehmen erreichen sollen. Damit ist eine der dringendsten Forderungen der Hamburger Wirtschaft erfüllt worden. Wichtig ist aber auch, die Maßnahmen an die Unternehmen verständlich zu kommunizieren, die umgehende Beantragung zu ermöglichen und die Gelder schnellstmöglich auszuzahlen. Kein Unternehmer hat in dieser Situation die Zeit und Geduld, sich in komplexe Steuerfragen einzuarbeiten oder lange Antragsverfahren zu durchlaufen.“


Dehoga-Präsident Franz Klein: „Der Hotel- und Gaststättenverband begrüßt den vom Senat verkündeten Zehn-Punkte-Plan für die von der Corona-Krise betroffenen Betriebe. Insbesondere die finanzielle Soforthilfe ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der notwendigen Liquidität der kleinen und mittleren Betriebe, deren Umsätze gegen null tendieren, aber Mieten oder Pachten, Löhne und sonstige Betriebskosten weiterzahlen müssen. Wir hoffen jetzt auf eine schnelle und unbürokratische Auszahlung.“


Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Hamburger Unternehmen sind schon jetzt durch die erfolgten und leider notwendigen Maßnahmen stark betroffen, viele bangen um ihre Zukunft und haben bereits Hilferufe an den Senat gesendet. Umso wichtiger ist es, jetzt nicht zu kleckern, sondern massive finanzielle Unterstützung bereitzustellen und einen Schutzschirm für unseren Standort zu spannen. Vor allem eine zügige Liquiditätssicherung ist jetzt geboten, damit gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden, überleben und Arbeitsplätze gesichert werden. Dafür kann das beschlossene Paket nur ein Anfang sein.“


Anjes Tjarks, Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion der mitregierenden Grünen: „Der Hamburger Schutzschirm ist ein starkes Signal und wird dazu beitragen, existenzielle Nöte der kleinen, mittelständischen Unternehmen sowie der Freiberuflerinnen und Freiberufler zu mindern. Dass auch spezifische Branchen wie Sport und Kultur in den Blick genommen werden, ist richtig und wichtig, denn sie machen einen Großteil des gesellschaftlichen Lebens aus, auch wenn dieses gerade auf ein Minimum heruntergefahren ist.“

Stephan Jersch von der Fraktion Die Linke: „Thüringen und Bayern haben Soforthilfen zwischen 5000 und 30.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen angekündigt. Dahinter darf Hamburg nicht zurückbleiben, zumal die Lebenshaltungs- und die Fixkosten hier höher als in der Fläche sind. Die vom Senat vorgestellten Maßnahmen bleiben dahinter zurück und lassen Fragen zur Auszahlung leider unbeantwortet.“

Coronavirus: So können Sie sich vor Ansteckung schützen

  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, das Sie danach wegwerfen. Ist keins griffbereit, halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase. Danach: Händewaschen
  • Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen
  • Das Gesicht nicht mit den Händen berühren, weil die Erreger des Coronavirus über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen können
  • Ein bis zwei Meter Abstand zu Menschen halten, die Infektionssymptome zeigen
  • Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind überflüssig – sie können sogar umgekehrt zu Nachlässigkeit in wichtigeren Bereichen führen
( HA )

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