Hamburg

Deutlich mehr Krankschreibungen wegen Depressionen

Eine Frau hält ihre Hände vors Gesicht. Sie leidet an einer psychischen Erkrankung.

Eine Frau hält ihre Hände vors Gesicht. Sie leidet an einer psychischen Erkrankung.

Foto: Frank May / dpa

20 Prozent der Fehltage in Hamburg gehen auf seelische Leiden wie Angstzustände zurück. Die weiteren Gründe für Arbeitsunfähigkeit.

Hamburg. Die Hamburger sind die gesundesten Norddeutschen. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit sank der Krankenstand in der Hansestadt von 3,8 auf 3,7 Prozent. Damit ist Hamburg das gesündeste unter den fünf nördlichen Bundesländern.

Ein Grund für die niedrigere Zahl war ein Rückgang der Erkältungskrankheiten wie Bronchitis und Sinusitis um elf Prozent. Deutschlandweit blieb der Krankenstand konstant bei 4,2 Prozent. Den größten Anstieg (15 Prozent) gab es bei den Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzuständen.

Auch Rückenschmerzen führen zu vielen Fehltagen

„Wir sehen als häufigste Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit der Hamburger Arbeitnehmer weiter psychische Erkrankungen wie Depressionen“, sagte Katrin Schmieder, Leiterin der DAK-Landesvertretung Hamburg. Bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte der Kasse verursachten sie 2019 mit 294 Fehltagen die meisten Ausfälle in der Stadt.

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Jede fünfte Krankschreibung erfolgte wegen eines seelischen Leidens. Der zweithäufigste Grund für Fehltage waren Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen (fast 242 Fehltage je 100 erwerbstätige Versicherte). Auf Rang drei mit 204 Ausfalltagen folgen die Atemwegserkrankungen.