Flughafen

Warum eine Propellermaschine wochenlang über Hamburg fliegt

Hamburg: Der Helmut-Schmidt-Flughafen aus der Luft. Der Abflug und die Landung werden künftig durch ein Satellitensystem unterstützt.

Hamburg: Der Helmut-Schmidt-Flughafen aus der Luft. Der Abflug und die Landung werden künftig durch ein Satellitensystem unterstützt.

Foto: Christian Charisius / dpa

Neue Satelliten-Navigation für den Abflug und die Landung am Airport im Test. Auch Flughafen von Airbus wird umgerüstet.

Hamburg. Die Zukunft der Navigation bei Starts und Landungen von Passagierflugzeugen beginnt in Hamburg. Von Mitte Juni an werden die allermeisten der auf dem Helmut-Schmidt-Airport ankommenden und von ihm abfliegenden Maschinen dabei mit Unterstützung von Satellitendaten navigieren, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit.

Gleichzeitig mit Hamburg startet die nächste technische Generation der Navigation auch auf dem Flugfeld des Airbus-Werks sowie auf den kleineren Flughäfen in Kiel und Lübeck.

Abflug in Hamburg wird getestet

Vor dem Start des Systems, mit dem die Streckenführung der Maschinen präzisiert werden soll, müssen umfangreiche Test durchgeführt werden. Von Montag an werde es für die Flugpisten in Fuhlsbüttel und auf Finkenwerder Vermessungsflüge geben, so die DFS.

Mehrere Wochen lang werde eine zweimotorige Propellermaschine tagsüber über Hamburg in der Luft sein, um die Genauigkeit der abgestrahlten Navigationssignale zu prüfen. Auch Flüge am Wochenende seien nicht ausgeschlossen, so die DFS. Die Flugrouten über Hamburg ändern sich durch die Einführung des neuen Verfahrens nicht.

Mittlerweile sind nach Angaben der Flugsicherung 94 Prozent der Maschinen mit den notwendigen Bordempfängern ausgerüstet. Für die restlichen sechs Prozent wird vorerst weiter die bodengestützte Navigation bereitgestellt