Hamburg

HafenCity Universität gewinnt angesehenen Forschungspartner

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat die Absicht, ein gemeinsames Forschungszentrum mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie in der Hansestadt vorzubereiten (Archivbild).

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat die Absicht, ein gemeinsames Forschungszentrum mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie in der Hansestadt vorzubereiten (Archivbild).

Foto: imago stock&people

Von der Expertise eines Wuppertaler Instituts könnte Hamburg bald profitieren. Ob die Kooperation neue Stellen bringt?

Hamburg. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie (WI) gilt als renommierte Denkfabrik, die Strategien für eine nachhaltige Gesellschaft entwickelt. Von der Expertise der gemeinnützigen Einrichtung könnte künftig auch Hamburg profitieren.

Heute wollen die WI-Chefs Uwe Schneidewind und Manfred Fischedick gemeinsam mit dem Präsidenten der HafenCity Universität, Jörg Müller-Lietzkow, ein sogenanntes Memorandum of Understanding unterschreiben. Damit bekunden sie im Beisein von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) die Absicht, ein gemeinsames Forschungszen­trum in der Hansestadt vorzubereiten, das spätestens 2021 starten soll.

Für die HCU, deren Wissenschaftler sich der Baukunst und Metropolenentwicklung widmen, sei die Kooperation mit dem WI eine große Chance, sagt Jörg Müller-Lietzkow. Die geplante neue Einrichtung könnte zunächst im Campustower neben der HafenCity Universität untergebracht werden und den Klimacampus Hamburg ergänzen, ein Netzwerk aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bundesbehörden.

HafenCity Universität gewinnt angesehenen Forschungspartner

In der geplanten gemeinsamen Forschung der HafenCity-Uni und des Wuppertal Instituts soll es insbesondere um den Klimaschutz, um die Anpassung an den Klimawandel und die Energienutzung in Städten und Metropolregionen am Wasser gehen. Dabei sollen auch architektonische Herausforderungen und technische Lösungen durch Ingenieurleistungen berücksichtigt werden.

HCU-Präsident Jörg Müller-Lietzkow geht davon aus, dass die neue Einrichtung mit einer Professur und einem kleinen Mitarbeiterteam starten könnte. Er hofft darauf, dass die Wissenschaftsbehörde (BWFG) das Vorhaben finanziell unterstützen wird. Bisher hat die Behörde allerdings noch keine entsprechenden Zusagen gemacht. Finanziell einbringen soll sich auch das Wuppertal Institut. Außerdem sei geplant, Drittmittel einzuwerben, sagt Müller-Lietzkow. Langfristig könnten mehrere neue Professuren entstehen.