Kommunen

Land hilft Kommunen bei Kauf von Feuerwehrwagen

Kiel. Die Landesregierung will Kommunen in Schleswig-Holstein den Kauf von Feuerwehr-Fahrzeugen erleichtern. "Mit diesem Pilotprojekt wollen wir ihnen ermöglichen, im Rahmen eines rechtssicheren Verfahrens Zeit und Geld zu sparen", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag. Auf diese Weise sollen Gemeinden höchstmögliche Fördersätze erhalten, von Verwaltungsarbeit entlastet werden und beim Kauf von neuen Fahrzeugen Geld sparen.

"Wer alle 30 Jahre ein Fahrzeug anschafft, muss bei einer Ausschreibung im Prinzip bei Null anfangen", sagte Grote. Ein Löschfahrzeug koste meist bis zu 400 000 Euro. Je nachdem, wie viele Gemeinden sich an dem Projekt beteiligen, hofft der CDU-Politiker beim Kauf der Wagen auf einen Spareffekt von 20 Prozent.

Ziel ist zudem, einen Ausstattungs-Standard für Löschfahrzeuge im Norden zu entwickeln. "Immer häufiger gibt es heute Feuerwehrkollegen mit einer Zweitmitgliedschaft an ihrem Arbeitsort", sagte Landesbrandmeister Frank Homrich. Deshalb gewinne eine Vereinheitlichung der Ausstattung an Bedeutung.

An dem Pilotprojekt sind auch eine Kommunalberatung und die Gebäudemanagementgesellschaft GMSH. Letztere hat in der Vergangenheit bereits 30 Prozent der Einsatzfahrzeuge beschafft. Bis Ende Juni können sich Kommunen für das Projekt anmelden. Das Land trägt die Kosten der europaweiten Ausschreibungen. Dafür stehen 180 000 Euro bereit. Ende 2021 oder Anfang 2022 könnten die Feuerwehrwagen ausgeliefert werden. Ist das Projekt erfolgreich, soll es fortgesetzt werden.

Landesweit gibt es derzeit 1342 freiwillige Feuerwehren mit 49 000 Mitgliedern. Der Großteil von ihnen engagieren sich ehrenamtlich.