Norddeutschland

Nur jedes dritte Kita-Migrantenkind spricht zu Hause deutsch

Immer weniger Kinder mit Migrationshintergrund im Norden sprechen in ihren Familien deutsch.

Immer weniger Kinder mit Migrationshintergrund im Norden sprechen in ihren Familien deutsch.

Foto: Monika Skolimowska / picture alliance/dpa (Symbolfoto)

Ähnlich sieht es in Schleswig-Holstein aus. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen den beiden Bundesländern.

Hamburg/ Kiel. Rund 32 Prozent der in Hamburger Tageseinrichtungen betreuten Kinder mit Migrationshintergrund sprechen in der Familie vorrangig deutsch. Das geht aus einer Untersuchung (Stichtag 1. März 2019) des Statistikamtes Nord hervor. Damit ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig gesunken, im Vergleich zu 2014 sank die Quote um gut zwei Prozentpunkte.

Einen viel deutlicheren Rückgang verzeichnet hingegen Schleswig-Holstein. Dort spricht ebenfalls nur jedes dritte Kind (33 Prozent), das mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft hat, vorrangig zu Hause deutsch. Auch hier sank die Quote im Vergleich zum Vorjahr um knapp einen Prozentpunkt .Vor fünf Jahren lag sie hingegen noch bei 44 Prozent.

41 Prozent der Kita-Kinder in Hamburg haben Migrationshintergrund

Einen großen Unterschied zwischen den Bundesländern gibt es auch bei der Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund in den Kitas. Während am 1.März 2019 in Schleswig-Holstein rund 24.800 Kinder mit ausländischer Herkunft betreut wurden, was ungefähr jedes fünfte Kita-Kind (22 Prozent) war, war der Anteil in Hamburg deutlich höher.

Dort hatten von fünf Kita-Kindern zwei einen Migrationshintergrund (41 Prozent). In absoluten Zahlen waren es 33.400 Kinder mit ausländischen Wurzeln, die in Krippen, Kindergärten, Horten oder altersgemischten Einrichtungen betreut wurden.