Hamburg

Protest gegen Trauerfeier für iranischen General

In Hamburg und in Berlin (Foto) gingen Demonstranten auf die Straße. Sie protestierten gegen den Militärangriff der USA in Bagdad.

In Hamburg und in Berlin (Foto) gingen Demonstranten auf die Straße. Sie protestierten gegen den Militärangriff der USA in Bagdad.

Foto: Foto: Paul Zinken/dpa

600 Menschen trauerten im Islamischen Zentrum an der Alster um getöteten General. 70 Exil-Iraner demonstrierten gegen die Feier.

Hamburg.  Rund 600 Menschen haben am Sonntag im Islamischen Zen­trum Hamburg (IZH) an der Alster an einer Trauerfeier für Ghassem Soleimani teilgenommen. Der iranische General und Anführer der Quds-Einheit, einem von den USA als Terrororganisation eingestuften Zweig der Iranischen Revolutionsgarde, war am 3. Januar bei einem gezielten Drohnenangriff im Irak getötet worden. Vor der Moschee demonstrierten 70 Exil-Iraner gegen die Veranstaltung. Laut Polizei blieb es friedlich.

Kritik an "Märtyrerverehrung"

Der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries reagierte mit Kritik auf die Trauerfeier. „Märtyrerverehrung für einen Topterroristen hat in einem Gotteshaus absolut nichts verloren. Das IZH stellt mit seiner Gedenkveranstaltung einmal mehr unter Beweis, dass es direkt aus dem Iran vom Mullah-Regime gesteuert wird.

General Soleimani ist verantwortlich für die Ausrüstung und Finanzierung von Terrormilizen wie Hamas und Hisbollah, Massaker in Syrien, und er ordnete Terrorattacken weltweit an“, so de Vries. Er fordert, dass der rot-grüne Senat den Vertrag mit dem Dachverband der islamischen Verbände, in dem das IZH eine wichtige Rolle spielt, unverzüglich kündigt.