Zwischenbilanz

Einzelhandel im Norden mit Weihnachtsgeschäft zufrieden

In der Adventszeit ein gewohntes Bild: Zahlreiche Menschen laufen durch die  weihnachtlich beleuchtete  "Europapassage".

In der Adventszeit ein gewohntes Bild: Zahlreiche Menschen laufen durch die weihnachtlich beleuchtete "Europapassage".

Foto: dpa

Handelsverband Nord sieht regionale Unterschiede in der Umsatzsteigerung. Diese Artikel werden besonders oft gekauft.

Hamburg. Der Handelsverband Nord ist bislang mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. Geschäftsführerin Brigitte Nolte sagte, dass sie drei Prozent mehr Umsatz im November und Dezember erwarte, betonte aber regionale Unterschiede: "Kleinere Städte waren bisher weniger zufrieden als die großen Zentren." Vor allem Gutscheine, Kosmetik und Bücher würden gekauft. Wachstumstreiber bleibe der Online-Handel.

Greenpeace kritisierte das Wachstumsstreben des Einzelhandels: "Drei Prozent Steigerung ist ein Schlag ins Gesicht für den Klimaschutz", sagte Expertin Viola Wohlgemuth und verwies auf den hohen Ressourcenverbrauch und die geringe Nutzung vieler Produkte. Insbesondere die Vernichtung vieler neuwertiger Konsumgüter durch Versandhändler aus Platz- und Kostengründen sei eine große Verschwendung, die sich die Menschheit in Zeiten der Klimakrise nicht leisten könne.

Einige Verbraucher achten auf Nachhaltigkeit

Laut einer Umfrage der wirtschaftsnahen privaten "Fachhochschule für Oekonomie und Management" (FOM) stimmte etwa ein Fünftel der bundesweit mehr als 62.000 Befragten der Aussage zu, Produkte mit Siegeln für fairen Handel, Sozial- und Umweltstandards zu kaufen. Das wurde in der Umfrage als Nachhaltigkeit gewertet. In diesem Sinne besonders nachhaltig denken im Haushalt Beschäftigte, Menschen mit mehr als 1500 Euro Nettohaushaltseinkommen, Frauen sowie Angehörige der Babyboomer-Generation (Geburtsjahr 1956 bis 1966).