Bildung

Hamburg will Grundschullehrer gleichstellen

Ties Rabe (SPD), Schulsenator in Hamburg, besucht eine Schule.

Ties Rabe (SPD), Schulsenator in Hamburg, besucht eine Schule.

Foto: dpa

Hamburg will die Rolle der Grundschulen stärken. Zwei Tage nach der Kultusministerkonferenz (KMK), bei der die Länder ein Ersatzgremium für den gescheiterten Nationalen Bildungsrat beschlossen hatten, unterstrich Hamburgs Schulsenator Ties Rabe die Bedeutung der Grundschulzeit. Hamburg werde die Besoldung von Grundschullehrkräften bis 2023 schrittweise auf das Niveau aller anderen Lehrämter anheben. "Damit liegen wir in der Spitzengruppe aller Bundesländer", hieß es in einer Mitteilung des SPD-Politikers vom Sonntag.

"Der Bildungserfolg von Kindern wird in der ersten Lebensphase viel wirkungsvoller geprägt als in den älteren Jahren", führte er aus. Hamburg werde deshalb alle derzeit mit der Stufe A12 besoldeten Lehrkräfte auf A13 mit kleiner Zulage anheben. Damit wären die Grundschullehrkräfte gleichgestellt mit allen anderen Lehrkräften an Gymnasien, Berufsschulen und Sonderschulen in der Hansestadt. Die Erhöhung werde in drei Stufen organisiert. Am 1. August 2023 werden alle früher mit A12 bezahlten Lehrkräfte auf das volle Gehalt A13 mit kleiner Zulage angehoben.

Zudem werden die Grundschulleitungen sowie die Inhaber von Beförderungsstellen im Grundschulbereich um eine halbe Besoldungsstufe angehoben. "Die Besoldungserhöhung ist ein großer Kraftakt. Aber so sichern wir zugleich, dass Hamburg im bundesweiten Vergleich auch künftig für Grundschullehrkräfte attraktive Arbeitsplätze bietet", betonte Rabe.